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Grüne sind Wahlsieger in Rendsburg-Eckernförde

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erstellt am 30.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Rendsburg | Der Wahlsonntag kannte im Kreishaus in Rendsburg nur wenige Gewinner, aber viele Verlierer. Denn wegen fehlender Überhangmandate reduzierte sich die Zahl der Mandate von 56 auf 49. Das hatte beispielsweise für die CDU, die im Vergleich zur Kreiswahl 2008 nur einen Prozentpunkt einbüßte, zur Folge, dass sie gleich fünf Sitze verlor. Mit 20 Sitzen bleibt die CDU dennoch stärkste Fraktion.

Zu den großen Gewinnern gehört zweifelsohne die Partei der Grünen, sie holte 12,5 Prozent der Stimmen, verbesserte damit ihr Ergebnis von 2008 um 3,4 Prozentpunkte und gewann als einzige etablierte Partei einen Sitz hinzu. Auch die SPD steigerte sich um 3,2 Prozentpunkte auf nunmehr 31,3 Prozent. Auf die Zahl ihrer Sitze hatte dies indes keinen Einfluss. Für die SPD bleibt es bei 16 Sitzen. Deutlich verloren hat die FDP, die von 9,2 Prozent auf 5,2 Prozent zurückfiel. Sie muss auf zwei Mandate verzichten und hat nunmehr drei Sitze. Der SSW erreichte fünf Prozent und hat nunmehr zwei Sitze

(-1). Neu in den Kreistag zogen die Piraten ein, die auf 2,7 Prozent der Stimmen kamen und ebenso wie die Linke (1,9 Prozent) einen Sitz haben. Diese beiden Parteien haben somit keinen Fraktionsstatus erreicht.

Für CDU-Spitzenkandidat Lutz Clefsen ist das Ergebnis besser als erwartet. Und sein Parteifreund Johann Wadepfuhl meinte, man werde jetzt auf die anderen Fraktionen zugehen. "Erster Ansprechpartner wird die FPD sein." Doch gerade die war Verlierer des Abends. FDP-Fraktionsvorsitzender Jan Butenschön hatte mit sieben Prozent gerechnet. "Einen Teil der Stimmen haben wir wohl an die CDU verloren."

Zweitgrößte Fraktion wurde die SPD, die ihr Mindestziel, eine schwarz-gelbe Mehrheit zu verhindern, erreichte. SPD-Fraktionschef Kai Dolgner: "Jetzt muss im Kreistag um Mehrheiten gerungen werden, das ist gut für die Kommunalpolitik."

Die Grünen gaben sich nach ihrem Sieg betont bescheiden. "Ja wir sind ganz zufrieden", sagte Spitzenkandidatin Monika Schorn. Schön sei, dass die Grünen auch auf dem Lande gewonnen hätten.

Im neuen 49-köpfigen Kreistag haben SPD und Grüne zusammen 22 Stimmen gegenüber 23 von CDU und FDP, da könnte dem SSW mit seinen zwei Stimmen eine entscheidende Rolle zukommen. Hartmut Steins vom SSW war daher auch nicht ganz unzufrieden. Zur Suche nach Mehrheitsfindungen sagte er: "Wir sind da ganz offen." Eine Vorfestlegung lehnte Steins ab.

Den Wahlkreis 25 Rieseby/Schwansen sicherte sich Christian Schlömer aus Brodersby. Dem SPD-Kandidaten Jens Kolls gelang es nur in zwei Bezirken, Schlömer hinter sich zu lassen: in Damp und in seinem Heimatort Rieseby.

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