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Klaus-Harms-Schule : Große Gefühle auf der Bühne

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Theater-AG zeigt nächste Woche Friedrich Schillers „Die Räuber“.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2017 | 13:00 Uhr

Eifersucht, Gewalt, Verleumdung, Intrigen, Liebe – jede Menge große Gefühle, mit denen sich die Theater-AG der Klaus-Harms-Schule derzeit beschäftigt. Friedrich Schillers „Die Räuber“ studiert Lehrer Holger Moischewitz mit seinen 24 jungen Darstellern derzeit ein, am Montag, 3., und Mittwoch, 5. April, 19 Uhr, zeigen sie, was daraus geworden ist.

Shakespeare, Goethe, jetzt Schiller – „ich mag die alten Sachen mit ihrer pathetischen Sprache sehr“, sagt AG-Leiter Holger Moischewitz. „Mit modernen Dramen kann ich nicht so viel anfangen.“ Und offenbar gelingt es ihm, seine Schüler von diesem Ansatz zu überzeugen. Laura Diedrichsen (17) findet etwa: „Wenn wir die Stücke spielen, versteht man sie viel eher als wenn wir im Unterricht nur das Buch lesen.“ Und die 15-jährige Christine Petersen wird noch etwas konkreter: „Wörter und Sätze sind manchmal schon etwas schwer“, sagt die Gymnasiastin. „Und bei den Proben erlebt man schon hin und wieder eine Überraschung, wenn dann auf einmal klar wird, was dahinter steckt.“

Trotzdem hat Holger Moischewitz „Die Räuber“ für die Schulaufführung abgewandelt, hat Figuren weggelassen, eine andere hinzugefügt, ohne das Drama aber zu verfremden. „Und es funktioniert gut“, sagt er mit Blick auf seine AG. „Diese Truppe ist die jüngste, die ich je hatte, und ich staune, wie gut sie das alle machen.“ Dabei ist der Gruppe wichtig, dass sie zwar hauptsächlich, aber eben nicht nur für Mitschüler, Eltern und Lehrer spielt. Die 18-jährige Pia Felsberg sagt: „Es gibt Leute, die haben gar keine Verbindung zu Schule und kommen aus reinem Interesse am Stück.“ Auch so ein Vorteil, wenn man sich an ein solch bekanntes Werk wie „Die Räuber“ wagt: Das Publikum wird vielfältiger.

Zwei Aufführungen stehen nun in der nächsten Woche in der Aula der Klaus-Harms-Schule im Hüholz an. Eine überschaubare Zahl für einen derartig großen Probenaufwand – aber viel mehr sollen es trotzdem nicht sein, wenn es nach den Schülern geht. Inga Lamprecht (16) sagt: „Auf die Premiere freuen wir uns immer sehr, sind aber auch ziemlich nervös. Beim zweiten Mal sind wir dann meistens schon ein bisschen entspannter und können es besser.“ Alles, was über einen möglichen dritten Termin hinausgeht, könnte aber dazu führen, dass die Besucherzahl ausdünnt. Und gerade wenn die Aula bis auf den letzten Platz gefüllt ist, ist Holger Moischewitz besonders glücklich. „Es ist wirklich schön, wenn es so gerammelt voll ist“, sagt der AG-Chef. „Die Stimme trägt ganz anders, und außerdem ist es für uns ein riesiger Ansporn, vor vollem Haus zu spielen.“ Zwei Mal haben die Kappelner Gelegenheit, für dieses volle Haus zu sorgen.

> „Die Räuber“: Aufführung in der Aula der Klaus-Harms-Schule am Montag, 3., und Mittwoch, 5. April, jeweils ab 19 Uhr. Freier Eintritt.

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