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Arbeitslosenzahlen im März : Große Chancen auf Ausbildungsplätze

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In der Kappelner Region warten noch 117 offene Lehrstellen. Im Verhältnis zu den Schulabgängern besteht ein Überangebot an Stellen.

Die Belebung des Arbeitsmarktes hält auch im Norden weiter an. Nachdem bereits im Februar ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen war, setzte sich diese Entwicklung nun auch im März fort. Besonders positiv ist dabei die Ausbildungssituation in Kappeln.

In der Region Kappeln mit den Bereichen Süderbrarup und Gelting liegt die Zahl der Arbeitslosen erstmals in diesem Jahr unter 1300 Personen. Im März waren hier 1299 Personen arbeitslos gemeldet 53 (-3,9 Prozent) weniger als im Februar und 118 (-8,3 Prozent) weniger als im März 2014. Diese Abnahme gegenüber dem Vorjahr ist die zweithöchste von allen Geschäftsstellen im Agenturbezirk. „Der saisonbedingte Rückgang der Arbeitslosigkeit ist insbesondere für den Kappelner Arbeitsmarkt typisch“, meint Kai-Ingwer Bendixen, Leiter der Kappelner Geschäftsstelle. Die Arbeitslosenquote sank von 9,5 Prozent im Februar auf jetzt 9,1 Prozent. Im März 2014 lag sie noch bei 9,8 Prozent.

Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch die Situation der Jüngeren. In der Region Kappeln sank die Zahl der unter-25-jährigen Arbeitslosen um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Februar. Gegenüber dem März 2014 betrug der Rückgang sogar mehr als 23 Prozent. Auch die Ausbildungssituation sieht gut aus. „Wer noch in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen möchte, hat gute Chancen“, sagt Bendixen und verweist auf aktuell 117 offene Ausbildungsplätze rund um Kappeln. Jan-Henrik Horn, Arbeitsvermittler vom Arbeitgeberservice der Kappelner Geschäftsstelle, erklärt die große Zahl von Ausbildungsplätzen damit, dass derzeit die Abgängerzahlen an den Schulen zurückgingen und es zudem weniger Ausbildungswillige beziehungsweise Geeignete für eine Ausbildung gebe. Dies habe schon dazu geführt, dass mancher Arbeitgeber seine Vorstellungen über einen Auszubildenden gelockert habe. Doch ein Freibrief für die Bewerber ist dies noch lange nicht. Denn die hohe Zahl der offenen Ausbildungsstellen rührt auch daher, dass manche Arbeitgeber es jetzt erneut versuchen, weil sie im Vorjahr ihre Stellen nicht besetzen konnten. „30 Prozent der Ausbildungsstellen werden unversorgt abgemeldet“, sagt der Arbeitsvermittler. Im Verhältnis zu den Schulabgängern besteht laut Horn derzeit ein Überangebot an Ausbildungsplätzen.

Die derzeit 117 offenen Ausbildungsstellen in der Kappelner Region verteilen sich zu 40 Prozent auf kaufmännische Berufe, 30 Prozent entfallen auf handwerkliche Tätigkeiten, 14 Prozent auf den Dienstleistungssektor und zwölf Prozent auf Verkaufstätigkeiten. „Viele interessante Ausbildungsplätze sind noch frei“, verspricht Horn. Übrigens hätten sich die Vorlieben für sogenannte Traumberufe im Laufe der Zeit gewandelt. „Früher gehörte der Kraftfahrzeugmechaniker bei den Bewerbern zu den Traumberufen, heute ist er dagegen nicht mehr gefragt“, sagt der Ansprechpartner vom Arbeitgeberservice. Für Vermittlung und weitere Informationen steht Jan-Henrik Horn telefonisch unter Tel. 0  46  42  /  91  90  33 zur Verfügung.

Auch im Flensburger Agenturbezirk, zu dem neben der Stadt Flensburg auch die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg gehören, fallen die März-Zahlen positiv aus. Dort meldeten sich 18  733 Personen arbeitslos, das sind 1080 weniger als im Februar und 1026 weniger als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank von jeweils 8,3 Prozent auf nunmehr 7,8 Prozent. Hans-Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit Flensburg, sagt: „Wir spüren ganz deutlich: Die Saison hat sowohl im Garten- und Landschafts-, im Hoch- und Tiefbau als auch in der Tourismusbranche begonnen.“ In diesen Branchen, aber auch in erzieherischen Berufen, sei kräftig eingestellt worden. Rump: „Den größten Zuwachs an freien Stellen gibt es saisonbedingt in der Hotellerie und Gastronomie, in der Baubranche und im Verkauf. Darüber hinaus in den Gesundheits- und Pflegeberufen sowie in der Zeitarbeit.“

Gegen den Trend stieg im Kreis Schleswig-Flensburg die Zahl der Arbeitslosen von Februar auf März um ein Prozent auf 7060. Gegenüber dem Vorjahr wiederum sank die Zahl der Arbeitslosen um 576. Das bedeutet einen Rückgang um 7,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,8 Prozent im Februar auf aktuell 6,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie 7,4 Prozent.

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erstellt am 01.Apr.2015 | 07:30 Uhr

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