Gottes Lieblingstier lehrt Demut

Vorgezogene Bescherung: Unter den Augen von Tierheimleiterin Sabine Hegemann (3.v.r.) wurden die Leckerlis verteilt.
Vorgezogene Bescherung: Unter den Augen von Tierheimleiterin Sabine Hegemann (3.v.r.) wurden die Leckerlis verteilt.

Tierschutzverein feiert Gottesdienst mit Vierbeinern

shz.de von
02. Dezember 2013, 00:33 Uhr

An die 40 Gäste hatten sich gestern Nachmittag im Seminarraum des Tier-, Natur- und Jugendzentrums versammelt. Menschliche Gäste, hinzu kamen etwa 15 tierische. Der traditionelle Tiergottesdienst des Tierschutzvereins Angeln-Schwansen erfreut sich einer treuen Fangemeinde, die in diesem Jahr in Vertretung von Pastor Christoph Sassenhagen Pastorin i.R. Katharina Beste predigen hörte. Sie sprach von Gottes Lieblingstier, einem Esel. Und zur Bestätigung klopfte Esel „Joschi“, Tierheimbewohner und Gottesdienstteilnehmer, immer wieder mit seinen Hufen vernehmlich auf den Boden. Die Pastorin nannte den Esel das Symbol des Friedens und der Demut und erzählte von einer wahren, anrührenden Begebenheit, wonach die Eselin „Violetta“ auf Mallorca einem deutschen Touristen das Leben gerettet habe. Sechs Tierheimmitarbeiter sprachen schließlich das Fürbittengebet und bezeichneten dabei unter anderem ihre ehrenamtlichen Unterstützer als „unentbehrliche Hilfe“.

Im Anschluss an den Gottesdienst marschierten die Teilnehmer geschlossen hinüber zum Tierheim, um dort mit den vierbeinigen Bewohner eine vorgezogene Bescherung zu feiern. Esel und Pony freuten sich über Möhren und Äpfel, verschmähten aber die Bananen. Leberwurtsbrote gab es für die Hunde, und auch die Katzen erhielten eigens angerichtete Leckerli-Platten. Etliche Gottesdienstbesucher hatten zudem Spenden mitgebracht, darunter Trockenfutter oder Streu. Für die Tierheim-Tiere geht also das Weihnachtsfest in die Verlängerung, die Menschen müssen dagegen noch eine ganze Weile warten.

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