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Glücksburgs Bürgermeisterin legt Amtseid ab

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kristina Franke übernimmt 2014 die Verwaltung im Ostseebad hauptamtlich / Dagmar Jonas steht jetzt als Bürgervorsteherin an der Spitze der Stadtvertretung

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Die Stadtvertreter hatten sich für ihre letzte Sitzung des Jahres in Glücksburg schick in Schale geworfen. Gründe gab es mehrere. Die Bürgervorsteherin wurde gewählt und verpflichtet. Ab 2014 füllt die bisherige ehrenamtliche Bürgermeisterin Dagmar Jonas dieses Amt aus, wird damit wieder Vorsitzende der Stadtvertretung sein und als Bürgervorsteherin die Bevölkerung Glücksburgs nach außen repräsentieren. Ihre Stellvertreter werden Dr. Sylvia Ullmer (SPD) und Gerd-Wilhelm Pirschel (CDU) sein.

Den Amtseid legte die bereits im Herbst von den Bürgern gewählte künftige hauptamtliche Bürgermeisterin Kristina Franke ab. Der ab dem 1. Januar 2014 amtierenden Verwaltungschefin stehen der erste Stadtrat Timo Petersen (CDU) und der zweite Stellvertreter Klaus-Dieter Schmidt (SPD) zur Seite. Timo Petersen hatte ursprünglich für das Bürgermeisteramt kandidieren wollen, sich aber frühzeitig wegen beruflicher Unsicherheiten zurückgezogen.

Kristina Franke übernimmt den Posten von John Witt, der seit 2008 als Stadtrat und Glücksburg-Beauftragter an der Verwaltungsspitze stand und das Rathaus am Schinderdam offiziell am Jahresende verlässt. Übergabegespräche haben beide bereits geführt. Der Verwaltungschef hatte die Stadtvertreter ausdrücklich darum gebeten, ihn nicht offiziell zu verabschieden. Das widerlegt nicht den Eindruck wiederholten Zwists zwischen Politik und ihm in der Vergangenheit. Offiziell will das jedoch niemand bestätigen. „Wir freuen uns auf Frau Franke, die einem Teil der Mitarbeiter bekannt ist, und mit ihr einfach auf eine neue Zeit“, äußerte sich Bürgermeisterin Jonas dazu. Witt will sich 2014 als Sportmanager und Immobilienmakler selbstständig machen.

Zügig handelten die Stadtvertreter die 22 Punkte der Tagesordnung ab. Aus Gründen der Dringlichkeit waren die Pläne für ein Ferienhausgebiet Schwennauhof noch in dieser Stadtvertretung zum Thema gemacht worden. Aus Sorge, dass der Investor Ferienanlage Schwennauhof GmbH & Co KG abspringen könnte – er hat eine Art Vorkaufsrecht schon erworben –, stimmten die Stadtvertreter dem Vorentwurf des B-Plans 47 für eine Premium-Ferienhausanlage verbunden mit der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zu. Während des Bauausschusses in der vergangenen Woche hatte ein Einwohner bemängelt, dass auf den Internetseiten des Investors wichtige Informationen, wie etwa über die Geschäftsführung, fehlten.

Die veränderte Amtsstruktur verlangt eine neue Hauptsatzung, die der künftig hauptamtlichen Bürgermeisterin die Rechte und Pflichten zuordnet. So hatte der Finanz- und Hauptausschuss empfohlen, die Geschäftsführung der Fördelandtherme durch die Bürgermeisterin in der Satzung zu verankern. Die Satzung beschreibt Wappen und Siegel, gibt Kriterien zur Ausschussbesetzung und Richtlinien für Einwohnerversammlungen vor.

Dem Sozial- und Kulturausschuss wird auf Vorschlag des SSW ab 2014 Brigitte Günther angehören. Sie folgt dem bisherigen Mitglied Elisabeth Riise, die auf eigenen Wunsch ausscheidet.

Der Haushalt 2014 soll Ende März beschlossen werden. Der Jahresfehlbetrag wird derzeit mit 1,213 Millionen Euro angesetzt.

Die Stadtvertreter stellen ihr Sitzungsgeld zusammen mit anderen Spenden für Weihnachtshilfswerk, Feuerwehr und Windspiel-Stele zur Verfügung.

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