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Kappeln : Gleichstellungsbeauftragte verabschiedet sich

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Viele Besucher kamen zum Empfang ins Rathaus. Bürgermeister Heiko Traulsen dankt Waltraud Torp für ihre achtjährige Arbeit.

Auf eigenen Wunsch hat sich Kappelns Gleichstellungsbeauftragte Waltraud Torp offiziell aus ihrem Amt verabschiedet, weil sie künftig mehr Zeit für ihr Privatleben haben möchte. Bei Kaffee und Kuchen wurde sie im Sitzungssaal von Bürgermeister Heiko Traulsen im Beisein der Mitarbeiter des Rathauses und Vertretern aus Politik und Wirtschaft verabschiedet.

Der Bürgermeister bedankte sich bei Waltraud Torp für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen acht Jahren. „Sie hinterlassen eine Lücke. Sie haben acht Jahre lang mit vollem Herzen gearbeitet“, betonte Traulsen und wünschte ihr, dass sie die ihr bevorstehende Zeit genießen könne. „Machen Sie, was Sie wollen!“

Die von der großen Besucherzahl im Rathaus sichtlich gerührte Waltraud Torp bedankte sich für die rege Teilnahme an ihrer Verabschiedung, sagte: „Ich weiß zu schätzen, dass ihr alle da seid.“ Es folgte ein Rückblick auf ihre Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte. Nachdem sie im Jahr 2006 ihre Stelle in Kappeln angetreten hatte, stand bereits 2007 die größte Aktion an, als sie zur 650-Jahr-Feier der Stadt zusammen mit den Mitgliedern des Vereins Frauenzimmer in historischen Kostümen Gebäck in Fischform verkaufte. Weitere Aktionen standen zum „Tag der Gewalt gegen Frauen“ an.

Höhepunkt ihrer Amtszeit war die Anne-Frank-Ausstellung. Dafür wurde Waltraud Torp im Jahr 2010 mit dem Kulturpreis des Kreisverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ausgezeichnet. Insgesamt, so die scheidende Gleichstellungsbeauftragte, sei sie froh, viele Ideen verwirklicht zu haben – was sie allerdings nicht alleine geschafft habe. Viele Menschen hätten ihr dabei geholfen, weshalb sie sich nie allein gelassen gefühlt habe. Deshalb sagte sie am Ende ihrer Ansprache: „Vielen Dank an alle!“ Sie freue sich, betonte Torp, dass sie mit Carola Dennda (54) eine gute Nachfolgerin bekommen habe.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Schleswig-Flensburg, Petra Bargheer-Nielsen, wünschte ihrer Kappelner Kollegin „alles Gute für den Ruhestand“. Sie lobte Waltraud Torp dafür, dass sie eine Vernetzung geschaffen habe, die über Kappeln hinaus wirke. Das sei notwendig, denn die Arbeit in Sachen Gleichstellung von Mann und Frau brauche viel Unterstützung. 41 Jahre lang sei sie in der Frauenarbeit aktiv gewesen, betonte Torp in diesem Zusammenhang, und dankte ihrem Partner Horst Lorengel, dass er ihr während dieser Zeit immer eine Stütze gewesen sei.

Carola Dennda will an ihre neue Aufgabe unvorbelastet herangehen und „erst einmal sehen, was da so kommt“. Sie wolle „sinnvoll weitermachen“. Dennda ist Mitarbeiterin im Rathaus und hier im Schulamt tätig. Die Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte wird sie zusätzlich ausführen. Dies muss so sein, weil Kappeln zu wenig Einwohner hat: Erst ab 15 000 Bürgern gibt es eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte.

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erstellt am 02.Okt.2014 | 18:37 Uhr

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