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Nordstrasse : Genervte Anwohner, zerstörte Banketten

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Wegen der Bauarbeiten auf der B 199 nutzen viele Autofahrer ungeeignete Schleichwege.

Kaum hat die Grundsanierung der Nordstraße (B  199) zwischen Langballig und Ringsberg begonnen, gibt es zahlreiche Proteste. Sie richten sich nicht gegen die Vollsperrung der Nordstraße, sondern vielmehr gegen die Begleitumstände. So beklagt etwa Eva Korf aus dem Munkbraruper Ortsteil Siegum einen untragbaren Zustand der Straße vor ihrem Haus: „Sie wird als Schleichweg, als wilde Umleitung genutzt, auch häufig von schweren Lastwagen, obwohl sie gar nicht dafür ausgelegt ist.“ Vor allem im Begegnungsverkehr müssen die Fahrzeuge auf die Banketten ausweichen. Diese sind durch den Regen der vergangenen Tage völlig durchweicht und an vielen Stellen mittlerweile vollkommen kaputtgefahren. Zudem hätten Fahrzeugführer nach Korfs Worten vor ihrem Haus mehrfach die mit Kies bestreuten Pkw-Stellplätze zum Ausweichen genutzt und das teilweise mit so hoher Geschwindigkeit, dass ihr der Kies um die Ohren geflogen sei. Überdies sei durch spritzenden Schlamm die weiße Seitenwand der Garage erheblich verdreckt worden. Ihr Fazit: „So kann es nicht weitergehen!“ Sie fordert schnelle Abhilfe.

Das sehen mittlerweile auch die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Langballig, Munkbrarup und Ringsberg so. Ihre Forderungen reichen von Geschwindigkeits- über Gewichtsbeschränkungen bis zu vollkommener Sperrung. Die Straßenverkehrsordnung erlaubt den Gemeinden, zum Schutz ihrer Straßen zweckmäßige Verkehrsbeschränkungen anzuordnen. Zur vorherigen Absprache wegen geeigneter Maßnahmen wandte sich Yvonne Spring-Renken, die Leiterin des Ordnungsamtes in der Amtsverwaltung Langballig, bereits an die Straßenverkehrsbehörde des Kreises.

An einer kurzfristig einberufenen Krisensitzung in der Amtsverwaltung nehmen heute neben Spring-Renken die Bürgermeister Peter Dietrich Henningsen (Langballig), Volker Hatesaul (Ringsberg), Bernd Wunder (Grundhof), Hans-Wilhelm Thielsen (Stellvertreter Munkbrarup) sowie Gerhard Nörenberg vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) teil. Dabei soll eine gemeinsames Vorgehen abgestimmt werden.

Nörenberg stellt fest: „Der LBV-SH ersetzt nur die erforderlichen Mehraufwendungen auf der offiziellen Umleitungsstrecke.“ Bei allen anderen Wegen müssten die Gemeinden die Kosten für das Reinigen und das Instandsetzen tragen. Damit sind die Bürgermeister nicht einverstanden. Henningsen: „Auslöser dieser Schäden ist die Sperrung der Nordstraße. Deren Baulastträger, also der Bund, ist in der Pflicht, die Gemeindestraßen wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu bringen.“

Der wesentliche Grund für den Missstand liegt nach Nörenbergs Auffassung darin, dass viele Fahrer nicht die ausgeschilderten Umleitungen nutzen, sondern ihren Navigationsgeräten folgen.

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