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Schlei-Bote

23. Oktober 2017 | 06:39 Uhr

Gemeinde in Geldnot

vom

Schnarup-Thumby schnürt Konsolidierungspaket

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schnarup-Thumby | Vor einer finanziellen Herausforderung bisher nicht gekannter Größe steht Schnarup-Thumby in diesem Jahr. Für 2012 konnte die Finanzausschussvorsitzende Edith Westphal bei der vorläufigen Schlussabrechnung noch ein Jahresergebnis von fast 7000 Euro und liquide Mittel von 61 000 Euro vorzeigen. Doch in diesem Jahr stand überraschend eine Gewerbesteuerrückzahlung von 50 000 Euro an. Außerdem werden von den im Haushalt 2013 eingeplanten 190 000 Euro Gewerbesteuereinnahmen vermutlich nur 100 000 auf dem Konto der Gemeinde gutgeschrieben. Da die liquiden Mittel bald nicht mehr zum Stopfen des Haushaltslochs ausreichen, verordnete die Kommunalaufsicht des Kreises, über Konsolidierungsmaßnahmen nachzudenken.

Das Ergebnis legte der Finanzausschuss der Gemeindevertretung auf ihrer jüngsten Sitzung vor. Von einer Erhöhung der Grundsteuern - und damit der Möglichkeit, Sonderbedarfszuweisungen zu beantragen - will man in Schnarup-Thumby aber vorläufig Abstand nehmen. "Mich ärgert es, dass wir die Bürger immer mehr für Ausgaben belasten sollen, die wir nicht zu verantworten haben", sagte Bürgermeister Martin Thomsen, stimmte dann aber doch wie die anderen Mandatsträger dem Konsolidierungspaket zu, das am 1. Januar 2014 wirksam werden soll. Es beinhaltet: Kündigung des Bücherbusses, Mieterhöhung für Gemeindewohnungen, Streichung der Zuschüsse für dänische Büchereizentrale und dänische Schule, Intensivierung der Vermarktung von Baugrundstücken, Senkung von Aufwandsentschädigungen der Mandatsträger, Anhebung der Zweitwohnungssteuer auf zwölf Prozent und der Hundesteuer auf 80 Euro für den ersten, 90 Euro für den zweiten und 100 Euro für jeden weiteren Hund. Außerdem wird das geplante Aufstellen der Straßenlaternen in der Meiereistraße vorläufig zurückgestellt. Nicht von den Sparmaßnahmen betroffen ist die energetische Sanierung der restlichen Straßenbeleuchtung. Der Auftrag zur Umrüstung von 36 Lampen auf LED-Technik wurde für 24 592 Euro an die Stadtwerke Schleswig vergeben.

Durch die Gründung der Gemeinde Mittelangeln fallen einige der auf das Amt übertragenen Aufgaben an Schnarup-Thumby zurück. So ist die Gemeinde in Zukunft wieder für ihre Zugehörigkeit zu den Touristikorganisationen und der Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg/Schleswig(Wireg) sowie für die Bestattung Mittelloser selbst zuständig.

Bürgermeister Thomsen berichtete, dass durch die starken Regenfälle das Klärwerk zeitweise überlastet wurde und der Inhalt der Anlage mehrmals nach Satrup abgefahren werden musste. Auf Dauer ist vermutlich eine bauliche Erweiterung der Schnarup-Thumbyer Kläranlage notwendig.

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