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Schlei-Bote

14. Dezember 2017 | 20:41 Uhr

Gelungener Jazz-Abend auf der Schlei

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Erste „Riverboat-Shuffle“ lockte 200 Gäste an / Wiederholung soll folgen

Den meisten der Jazzfans war der Wunsch, dass dieser Abend auf dem Raddampfer „Schlei Princess“ nicht enden möge, deutlich von den Augen abzulesen. Aber wie alles Irdische hatte auch dieser Abend ein Ende. Allerdings gab es eine Verlängerung, weil alle Anwesenden auf „Zugabe“ plädierten. Und die wurde gewährt.

Vorangegangen war eine gelungene „Riverboat-Shuffle“ auf der „Schlei Princess“, zu der der Kappelner Jazz-Club „Jazz oder nie!“ mit seinem Vorsitzenden Gerd Heiselmeier eingeladen hatte. Es war die erste Veranstaltung des Jazz-Clubs auf der neuen „Schlei Princess“. Und es hatte den Anschein, als hätten die Jazz-Fans nur auf eine derartige Einladung gewartet: Der strahlende Gerd Heiselmeier jedenfalls konnte ein volles Haus mit rund 200 Gästen begrüßen. Und gerne wären noch mehr Musikfreunde mit auf die Schlei-Tour gegangen.

Freimütig bekannte Heiselmeier in seinem Grußwort, dass die „Riverboat-Shuffle“ mit der „Schlei Princess“ zwischen Kappeln und Lindaunis zugleich ein Test sei, ob derartige Events überhaupt machbar seien. Den guten Besuch sah er als positiven Beweis. Und er versprach, dass weitere „Riverboat-Shuffles“ auf der Schlei folgen werden.

Anschließend ging es auf zwei Decks richtig zur Sache. Während die Crew des Raddampfers dafür sorgte dass die „Schlei Princess“ zwischen Kappeln und Lindaunis auf Kurs blieb und das Serviceteam sich um das Wohl der Gäste kümmerte, gab es im Salon und im Freien auf dem Sonnendeck Jazz vom Feinsten. Da machte es nichts, dass der Wettergott die Veranstaltung mit kräftigen Regengüssen begleitete. Alle Gäste hatten ihr Vergnügen. Im Salon trat das Hamburg Jazzquartett „River Stompers“ mit Andreas Grünewald (Banjo), Thomas Niemand (Trompete), Matthias Grabisch (Sousafon) und Bandleader sowie Ehrenbürger von New Orleans Jan Carstensen (Klarinette/Saxofon) mit Dixieland, Swing und New-Orleans-Jazz auf. Jan Carstensen und Thomas Niemand moderierten den Abend im Salon, während auf dem überdachten Sonnendeck die Kappelner Clubband „Jazz oder nie!“ in der Besetzung mit Wolfgang Müller (Banjo), Dieter Guhl (Bass)und den drei Saxofonisten Dr. Ortwin Galle, Jan Wieczoreck und Bandleader Gerd Heiselmeier mit flottem Schlager-Jazz für die richtige Stimmung sorgten, so dass auch bei Regen und auffrischendem Wind kräftig getanzt wurde.

Die Hamburger „River Stompers“, ausnahmslos Profis, wussten, wie man das Jazz-Publikum anspricht. Mit „Don’t talk about“, „Swanee River“ und „Rosetta“ starteten sie in die über dreistündige Riverboat-Shuffle und hatten damit gleich Pluspunkte beim Publikum gesammelt. Aber auch weitere Highlights wie „Basin Street“, „Sweet Georgia Brown“ oder „Berliner Luft“ – mit Walzerklängen sorgten für gute Stimmung. Mit „Dr. Jazz“ endete der erste Teil. Der zweite folgte mit „Just a closer walk“, „Bourbon Street Parade“, „Over the waves“, „Blueberry Hill“ und „Down by the Riverside“. Und als die „Schlei Princess“ längst wieder im Kappelner Hafen fest gemacht hatte, startete der dritte Teil mit „Ain’t she sweet?“, „Buona sera“, „Creole Love Call“, „Cabarett“, „Oh when the Saints“, „Hello Dolly“ und „Ice Cream“. Kein Wunder, dass die Band nicht ohne Zugabe nach über drei Stunden entlassen wurde. Auch „Jazz oder nie!“ begeisterte ihre Fans auf dem überdachten Sonnendeck. Dort wurde es immer dann voll, wenn im Salon eine Pause eingelegt wurde.

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