Neues Baugebiet : Gelting lockt Käufer aus der Ferne

Die Erschließungsarbeiten im neuen Geltinger Baugebiet sind gestern beendet worden.
Die Erschließungsarbeiten im neuen Geltinger Baugebiet sind gestern beendet worden.

Mühlenfeld III ist voll erschlossen. Die ersten Kunden stammen aus anderen Bundesländern.

shz.de von
05. August 2014, 09:45 Uhr

Die letzten Planierungsarbeiten im Geltinger Neubaugebiet Mühlenfeld III sind erledigt: Heute kommen bei der offiziellen Abnahme die Vertreter der Kommune und der TEG Nord (Treuhänderische Erschließungsgesellschaft mit Sitz in Albersdorf) zusammen. Die Bauarbeiten an der gesamten Infrastruktur erledigte zur allgemeinen Zufriedenheit das in Leck ansässige Unternehmen Ludwig Feddersen. Die ersten der neuen Häuslebauer können bereits in dieser Woche die Bagger für den Bodenaushub auf ihren Grundstücken anrücken lassen.

Von den 19 Grundstücken seien bereits sechs verkauft, berichtete auf Anfrage TEG-Sprecher Manfred Voss. Für vier weitere Bauplätze gibt es demnach Reservierungen. Unter den Käufern befinden sich bislang ausschließlich Bauwillige aus anderen Bundesländern. Mit dabei sind laut Voss zwei Paare aus dem Umland von Frankfurt am Main sowie aus Winsen an der Luhe und anderen Bereichen in Niedersachsen und Hessen. Den Grundstückserwerb im Kneippkurort haben sie alle über die Homepage der TEG Nord abgeschlossen. Das heißt: Ohne Internet läuft sonst nichts. Was die Käufer im Alter über 50 Jahren in den hohen Norden lockt, ist nach den Erfahrungen von Manfred Voss nicht nur das gesunde Reizklima in Meeresnähe. „Die Zuwanderer haben fast alle ein Segelboot und damit maritime Interessen“, erklärt der TEG-Kontaktmann.

Bislang fehlen unter den Käufern allerdings die von der Gemeinde Gelting besonders herbeigesehnten jungen Familien. Dass die Kommune diese Zielgruppe mit einer finanziellen Vergünstigung lockt, hat also noch keine Früchte getragen.

Geltings Bürgermeister Uwe Linde bekräftigt sein Angebot daher erneut: Eltern mit einem Nachwuchs von unter 16 Jahren erhalten beim Grundstückspreis einen Nachlass von zwei Euro pro Quadratmeter und Kind. Nun bleibt ihm die Hoffnung, dass sich für die freien neun Grundstücke noch Neusiedler „mit Kind und Kegel“ interessieren.

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