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Schlei-Bote

15. Dezember 2017 | 15:43 Uhr

Gelting heizt mit Hackschnitzeln

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Fünf öffentliche Gebäude sollen zentral versorgt werden / Gemeinde nimmt 100 000-Euro-Darlehen auf

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 11:36 Uhr

Die Geltinger Gemeindevertretung hat auf ihrer jüngsten Sitzung einmütig den Bau einer Hackschnitzel-Heizung als gemeinsamen Wärmelieferanten für fünf Gebäude beschlossen und damit eine ökologisch bestimmte Umstellung von Heizöl auf den nachwachsenden Rohstoff Holz vorgenommen. Wie Bürgermeister Uwe Linde dazu erläuterte, kostet dieses Vorhaben 148 000 Euro. Beheizt werden auf die alternative Weise künftig die alte Schule, die alte Turnhalle, das ehemalige Rektorhaus, ein weiteres Wohngebäude und das Peter-Schwennsen-Haus. Gefördert wird dieses Projekt mit 18 000 Euro aus Brüssel. Die Kommune entnimmt 30 000 Euro aus einer speziellen Rücklage. Um eine Darlehensaufnahme von 100 000 Euro kommen die Geltinger nicht herum.

Weitere 124 000 Euro setzt die Gemeinde ein, um das Peter-Schwennsen-Haus zu modernisieren und ein Vorhaben in der Wilhelmstraße zu realisieren. Bereits bezahlt worden sind 3200 Euro für eine Absaugvorrichtung für Abgase im Feuerwehrhaus an der Nordstraße.

Bürgermeister Linde teilte mit, dass Gemeindevertreter Dr. Peter Lüsebrink (AGWG) aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niedergelegt hat. Über den Nachfolger will die Wählergemeinschaft zunächst noch beraten.

Per Beschluss gilt ab sofort ein Verbot für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Reetdachhäusern und Seniorenwohnanlagen im Kneippkurort. Als erfreulich bezeichnete der Bürgermeister den zügigen Verkauf von Baugrundstücken im erst kürzlich erschlossenen Bereich „Mühlenfeld III“. Dort sind bereits acht der insgesamt 19 Bauplätze verkauft und vier weitere reserviert worden. Hier zeige sich, wie begehrt der Ort Gelting bei Neuansiedlern sei, so Linde.

Ohne Gegenstimme akzeptierte die Gemeindevertretung die geplante Übernahme von fünf Aufgaben der Selbstverwaltung durch das Amt Geltinger Bucht. Es handelt sich dabei um die Schulträgerschaft, das Feuerwehrwesen, Wirtschaftsförderung, Tourismus und die Zusammenarbeit mit der Aktiv-Region Schlei-Ostsee. Gleichzeitig erklärte sich die Vertretung bereit, bei der verlangten Rückübertragung der Aufgaben vom Amt auf die Kommunen die Jugendpflege und die Bewirtschaftung des Jugendraums federführend in ihre Hand zu nehmen. Das heißt: Alle anfallenden Personal- und Sachkosten werden künftig in Gelting haushaltsmäßig erfasst und bereitgestellt. Die Geltinger holen sich, basierend auf einer noch zu beschließenden Vereinbarung, die errechneten Anteile von den anderen 15 amtsangehörigen Gemeinden in die Kasse zurück.

Nach den Worten von Uwe Linde plant der Kreis in Kürze eine Verkehrszählung im Straßenbereich vor der Georg-Asmussen-Grundschule. Es besteht der allgemeine Wunsch, in diesem Abschnitt ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern einzuführen, um die Verkehrssicherheit für die Schüler zu verbessern.

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