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Nach Verfolgungsjagd : Geklaute Segelyacht wieder aufgetaucht

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ein Segler entdeckte das Kappelner Boot auf der Flensburger Förde. Nach einer Verfolgungsjagd auf dem Wasser nahm die Wasserschutzpolizei drei Verdächtige fest.

Ein Riesenschreck durchfuhr den Bootseigentümer einer 13,50 Meter langen Yacht, als er nach einem Urlaub nach seinem Schiff sehen wollte. Das erst zwei Jahre alte Boot mit Heimathafen Kappeln war nicht mehr da. „Meine Familie und ich waren zu Tode betrübt“, sagte der Schleswig-Holsteiner gegenüber unserer Zeitung.

Offenbar hatten sich mehrere Täter gewaltsam Zugang zu der rund 300.000 Euro teuren Segelyacht vom Typ Hanse verschafft. Doch sehr weit kamen sie nicht. Am Donnerstagabend war ein Segler auf der Flensburger Förde auf die Segelyacht aufmerksam geworden. „Ich war gerade vor Holnisspitze mit meinem Segelboot unterwegs, als ich die Yacht entdeckte“, sagte der 63-Jährige gegenüber unserer Zeitung, obwohl er sich nicht ganz sicher war und auch den Bootstyp nicht erkennen konnte.

Zuvor hatte der Segler den Seefunk gehört, und dort wurde eine Beschreibung des Schiffes durchgegeben: grau, über 40 Fuß und zwei Instrumententräger auf der Backbordseite am Heck. Diese Beschreibung traf auf die Yacht vor Holnis zu. „Mir war das Schiff aufgefallen, weil es wie ein Hafenschlepper bei laufender Fahrt noch die Fender außenbords hatte.“ Der Name der Yacht war durch ein Schlauchboot verdeckt. Der Mann gab seine Beobachtung an die Wasserschutzpolizei weiter und auch wann und wo er das Schiff in der einsetzenden Abenddämmerung aus den Augen verloren hatte. Die Wasserschutzpolizei fand die Yacht dann vor Anker liegend in der Nähe der dänischen Ochseninseln. Als die Verdächtigen, zwei Männer und eine Frau jeweils zwischen 20 und 30 Jahren, die Beamten sahen, versuchten sie, mit einem Schlauchboot zu fliehen, doch die Wasserschutzpolizei konnte sie mit dem Polizeiboot „Duburg“ gegen 22 Uhr noch auf dem Wasser stellen und festnehmen.

An der Fahndung waren mehrere deutsche und dänische Stellen beteiligt. Noch in der Nacht zu Freitag wurde der Eigner verständigt. „Ich bin schon wieder an Bord gewesen“, sagte der 73-jährige Schleswig-Holsteiner. Der Zugang zur Kajüte sei mit einem fremden Schloss gesichert gewesen, das die Polizei aufgebrochen habe. Am Schiff selbst sind nach dem Diebstahl laut Yachtbesitzer „Gebrauchsspuren“ erkennbar. Die Polizei schleppte das Schiff nach Flensburg ab, da das Segelboot aus eigener Kraft nicht fahrbereit war. Dort sollen nun Spuren gesichert werden. Mittlerweile sind die drei Tatverdächtigen wieder auf freiem Fuß. Der Eigner sagte gestern: „Meine Familie und ich sind überglücklich, dass wir das Schiff zurückhaben.“ Der 73-Jährige dankte dem aufmerksamen Segler und den Beamten der Wasserschutzpolizei, die noch bis 3 Uhr morgens Dienst gemacht hätten. „Die haben wirklich ganz hervorragende Arbeit geleistet.“

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erstellt am 09.Aug.2014 | 08:00 Uhr

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