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Schlei-Bote

21. Oktober 2017 | 09:08 Uhr

Gefahrguteinsatz an der Schlei

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

130 Mitglieder von Feuerwehr, THW und DRK probten den Ernstfall / Einsatzkräfte sollten verhindern, dass eine 13-prozentige Lauge in den Meeresarm gelangt

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2013 | 00:32 Uhr





Einen Tankanhänger mit
13-prozentiger Lauge hatte kürzlich ein Landwirt in einer scharfen Kurve in Schlei-Nähe bei Sieseby verloren – der Tank war leck geschlagen, und die Lauge drohte in die Schlei zu laufen. Glücklicherweise war es nur ein Übungsszenario, das sich Amtswehrführer Uwe Wichert und seine Stellvertreter Jens Reinhold und Siegfried Brien für Feuerwehr und Technisches Hilfswerk ausgedacht hatten.

Knapp 130 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Sieseby, Damp, Waabs, Söby-Holzdorf, Zimmert und Rieseby, des THW und des DRK aus Eckernförde waren zum Gefahrgut-Einsatz alarmiert worden. „Übungen dieser Größenordnung finden einmal im Jahr auf Amtsebene statt“, erklärte Wichert. Dabei werden die Wehren auf eine besondere Probe gestellt, denn es müssen auch Tätigkeiten erfüllt werden, die nicht alltäglich sind, wie das Setzen einer Wasserwand oder die Beleuchtung am Schleiufer. Jens Reinhold urteilte: „Das Wichtigste ist immer die koordinierte Teamarbeit.“ Er hatte die Einsatzplanung vor der Übung idealtypisch durchgespielt. Der zuständige Einsatzleiter muss schnell überlegen und entscheiden. Siegfried Brien erklärte: „Das erfordert eine gute Ausbildung, viel Nervenstärke und Durchsetzungsvermögen.“ Fehler könne man sich in den Gefahrensituationen nicht erlauben.

Absperren, beleuchten, Wasserwand aufbauen, abpumpen, sichern und bergen – die vielen einzelnen und unabdingbaren Arbeitsschritte in wenigen Minuten in ein Einsatz-Konzept zu bringen und dies als Team umzusetzen – darin bestand Abend die große Herausforderung.

In Windeseile war der erste Trupp in Chemie-Schutz-Anzügen bereit, die Lage zu sondieren und auf den Erkenntnissen aufbauend alles Weitere in die Wege zu leiten. Wichert war nach dem Einsatz höchst zufrieden. „Das war eine ganz hervorragende Leistung aller Feuerwehrleute“, freute er sich über die gelungene Übung, die nicht nur das Können und die Einsatzbereitschaft, sondern auch die große Übersicht und die Teamfähigkeit jedes einzelnen Kameraden dokumentiert habe.

Auch das THW sei gut eingebunden worden. Amtswehrführer Wichert jedenfalls hatte keinen Grund zu Beanstandungen. Kleinigkeiten könnten besser gehen, aber dafür seien Übungen da, denn wenn man den Ernstfall nicht probt, erlebe man auch die möglichen Probleme nicht. Nach rund zweieinhalb Stunden war die Übung beendet.

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