Gedenkstein - Schrift wieder lesbar

Mit ruhiger Hand erneuerte Thomas Becker die ausgewaschene Inschrift am Gedenkstein, der an die  Aufhebung der Leibeigenschaft auf Gut Karlsburg erinnert. Foto: sb
Mit ruhiger Hand erneuerte Thomas Becker die ausgewaschene Inschrift am Gedenkstein, der an die Aufhebung der Leibeigenschaft auf Gut Karlsburg erinnert. Foto: sb

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22. August 2012, 03:59 Uhr

Karby | Der Gedenkstein in Karby, der an die Aufhebung der Leibeigenschaft am Gut Karlsburg durch den Landgraf Carl zu Hessen erinnert, erstrahlt wieder in neuem Glanz. Die Inschrift des Steins bekam neue Farbe, und die macht das Lesen der Zeilen nun wieder möglich.

Der Stein war 1890, 100 Jahre nach dem Ereignis, unweit des Portals der Kirche gesetzt worden, berichtete Karbys Bürgermeister und Hobbyhistoriker Thomas Becker. Gleichzeitig wurde eine Eiche gepflanzt, die aber 1969 mangels ausreichender Wasserversorgung gefällt werden musste. Der Stein sei dann 1988 um etwa elf Meter nach Westen versetzt worden, damit die Straßeneinmündung des Schulwegs großzügiger gestaltet werden konnte, so Becker.

Der Hinweis auf die schwer zu lesende Inschrift kam von einigen Bürgern. Becker hatte selber auch schon den Eindruck gehabt und wurde tätig. Dank seiner Erfahrung bei der Aufwertung anderer Gedenksteine, griff er selber zum Werkzeug. Der Stein wurde gereinigt, die alte Schriftfarbe, Algen und Flechten so gut wie möglich beseitigt. Dann brauchte der Bürgermeister eine ruhige Hand, um die Buchstaben nachzumalen. Hilfreich war dabei eine Fotografie von 1992 aus dem Archiv der Heimatgemeinschaft Eckernförde, auf der die Beschriftung gut zu lesen war.

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