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Austausch-Schüler : Gastfreundliche Kappelner gesucht

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Jana Brix will südamerikanische Austauschschüler nach Kappeln holen – dafür benötigt sie Unterstützung.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2015 | 11:45 Uhr

„Das ganze Jahr war ein Highlight, eine super Erfahrung. Man lernt viel mehr als nur die Sprache.“ Wenn Jana Brix von ihrem Austauschjahr in Uruguay berichtet, kommt sie ins Schwärmen über unzählige Erlebnisse und einzigartige Begegnungen. Viele neue Freunde hat die heute 18-jährige Schülerin der Klaus-Harms-Schule dort in der Fremde gefunden und ihre Gasteltern wurden ihr zu einer zweiten Familie. Unvergesslich ist ihr vor allem die Gastfreundschaft, die sie dort erfahren hat. „Die Leute nehmen einen auf, als wenn man schon immer da gewesen wäre.“ Das alles hat ihr so gut gefallen, dass sie etwas zurückgeben möchte. Deshalb engagiert sie sich in der Organisation Youth For Understanding (YFU), die ihren Austausch organisiert hat, und möchte nun ihrerseits für drei Wochen lateinamerikanischen Schülern ihre Heimat zeigen.

Bevor die Austauschschüler aus Südamerika zu ihren endgültigen Gastfamilien fahren, werden sie in einem dreiwöchigen Sprach- und Orientierungs-Kurs auf ihren Aufenthalt in Deutschland vorbereitet und lernen die Grundlagen der deutschen Sprache und Kultur kennen. Damit ein solcher Kurs vom 14. August bis zum 5. September in Kappeln stattfinden kann, sucht Jana Brix Gasteltern aus Kappeln und dem Umland für mindestens acht und höchstens 14 Schüler aus Lateinamerika, die für diese Zeit einen Schüler aufnehmen.

Die Austauschschüler werden von montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr von zwei Lehrern, die die YFU engagiert, unterrichtet und erhalten ein Mittagessen. Die Kosten für die Fahrkarten zum Unterricht sowie eine Exkursion übernimmt ebenfalls die YFU. „Gastfamilie kann jeder werden, der an jungen Leuten, anderer Kultur und sozialem Engagement interessiert ist und neue Austauschschüler unterstützen will“, sagt Jana Brix. Die meisten Austauschschüler könnten zwar noch kein Deutsch, aber hätten auf jeden Fall Grundkenntnisse in Englisch. Für die Unterbringung gibt es kein Geld und auch keine Aufwandsentschädigung. „Die gesamte Organisation und Arbeit erfolgt ehrenamtlich“, so Brix.

Sie wird die Bewerber aufsuchen und ein Bild von den Gegebenheiten in der Gastfamilie machen, damit eine für beide Seiten angenehme Unterbringung erfolgen kann. Diese Informationen werde an die YFU, mit Sitz in Hamburg, weitergeleitet. „Die YFU entscheidet dann, wer zu wem passt“, sagt Brix. Dabei werde auf besondere Vorlieben und Hobbys geachtet. Die Gastfamilien müssten nur ein Bett und die Ernährung für die Gastschüler bereitstellen. „Und Gastfreundschaft“, betont Brix. Schließlich engagiert sie sich, weil „ich in Uruguay selber viele einzigartige Erfahrungen gesammelt habe und eine unglaubliche Gastfreundschaft genießen durfte. „Ich möchte, dass die Austauschschüler die gleichen tollen Erfahrungen machen können und ihnen gleichzeitig meine eigene Heimat, den Norden von Deutschland, zeigen.“ Rückmeldungen der Interessenten erhofft sich Brix schnellstmöglich, spätestens aber bis Mitte April. „Gemeinsam können wir unsere Heimat präsentieren, und unsere Weltoffenheit und Gastfreundschaft beweisen“, sagt die 18-Jährige.

> Interessierte Gasteltern können sich melden bei Jana Brix per E-Mail an janabrix.yfu@gmail.com oder telefonisch unter 0  46  41  /  98  81  00

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