Zusammenschluss : Fusion unter Dach und Fach

Das Original fand ohne Presse statt. Aber für den Schlei Boten setzten Hans-Christian Green, Thomas Detlefsen und Klaus Horstmann (von links), die Bürgermeister von Ekenis, Boren und Kiesby, ihre Unterschrift noch einmal unter den Gebietsänderungsvertrag. Foto: ql
Das Original fand ohne Presse statt. Aber für den Schlei Boten setzten Hans-Christian Green, Thomas Detlefsen und Klaus Horstmann (von links), die Bürgermeister von Ekenis, Boren und Kiesby, ihre Unterschrift noch einmal unter den Gebietsänderungsvertrag. Foto: ql

Per Unterschrift besiegelt: Ekenis, Boren und Kiesby schließen sich am 1. März zu der Gemeinde Boren zusammen. Ein Infoblatt soll die Folgen des Zusammenschlusses der Gemeinden verdeutlichen.

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15. Februar 2013, 07:24 Uhr

Boren/Ekenis/Kiesby | Nachdem es im Vorfeld in Ekenis noch zu Turbulenzen gegen die Fusion der Gemeinden Boren, Ekenis und Kiesby kam, vollzog sich der eigentliche Verwaltungsakt in aller Stille. Nach dem Verzicht der Bürgerinitiative in Ekenis auf eine Klage gegen die Ablehnung ihres Antrags auf Durchführung eines Bürgerbescheids leisteten die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden - wie erst jetzt bekannt wurde - die entscheidenden Unterschriften bereits am 30. Januar nur in Gegenwart von Mitarbeitern der Kommunalaufsicht im Kreishaus.
Mit diesen Unterschriften sind die bisherigen Gemeinden Boren, Ekenis und Kiesby zum 1. März aufgelöst und gleichzeitig zur neuen Gemeinde Boren zusammengeschlossen. Da parallel dazu auch die bisherigen Gemeindevertretungen nicht mehr existent sind, werden die Geschäfte der neuen Gemeinde bis zur Konstituierung der neuen Gemeindevertretung nach der Kommunalwahl von einem Beauftragten geführt. Der Landrat hat dafür Thomas Detlefsen vorgesehen - den Bürgermeister von Boren. Seine Stellvertreter sind Hans-Christian Green und Klaus Horstmann, die Bürgermeister von Ekenis und Kiesby.
Detlefsen betonte, dass seine vordringlichste Aufgabe in dieser Zeit darin bestünde, Beschlüsse der Gemeindevertretungen umzusetzen, die vor der Fusion getroffen worden wären. Er wird auch die Vertretung der neuen Gemeinde im Amtsausschuss übernehmen - aufgrund der neuen Größe der Gemeinde als Einzelperson mit zwei Stimmen. Die Beauftragung selbst erfolgt am 1. März um 8 Uhr. Dazu kommt eigens ein Mitarbeiter der Kommunalaufsicht zu Detlefsen nach Hause, um die Urkunde zu übergeben und notwendige Unterschriften abzuholen.
Auch für die Gemeindefeuerwehren von Ekenis und Kiesby, die durch die Fusion zu Ortswehren werden, müssen Beauftragte bestimmt werden. Es ist vorgesehen, die bisherigen Wehrführer mit dieser Aufgabe bis zu einer Neuwahl zu betrauen.
Hinter den Kulissen führen die Ortsverbände der Parteien und die verschiedenen Wählergemeinschaften bereits Verhandlungen über ihre Listenkandidaten. Denn alle Gruppierungen wollen Kandidaten aus allen Ortsteilen zur Kommunalwahl am 26. Mai anbieten. Eine ortsteilbezogene Wählergemeinschaft hat sich bisher noch nicht angekündigt - hätte dazu aber bis zum 8. April um 18 Uhr Zeit. Über alle Auswirkungen der Fusion wird ein Informationsblatt erstellt und an alle Haushalte der drei beteiligten Gemeinden verteilt.
"Wir haben rechtzeitig die Entwicklung erkannt und gemeinsam eine Gemeinde auf die Beine gestellt, die für die Zukunft bereit ist", zieht Horstmann ein Fazit. Green ergänzt: "Falls wir diesen Schritt nicht getan hätten, müssten wir in Zukunft leiden." Kleine Gemeinden hätten dann keine Spielräume mehr. Dazu Detlefsen: "Wir hoffen, dass diese Entscheidung Früchte trägt und Arbeitsplätze schafft. Das bringt Leben ins Dorf." Er legt Wert darauf, dass in der neuen Gemeindevertretung alle Ortsteile personell vertreten sind. Ergänzend ist durch eine Sonderabsprache gesichert, dass alle Ausschüsse mit Vertretern aller Ortsteile besetzt sind.

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