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Bernstorff-Gymnasium : Furiose Nacht im Orient

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Schüler des Bernstorff-Gymnasiums feiern nach drei Jahren Arbeit die Premiere ihres eigenen Musicals „Sheherazade“.

Das Licht erlischt. Die Aula des Bernstorff-Gymnasiums liegt im Dunkeln. Erst leise, dann immer lauter erklingen orientalische Klänge. Das dezent aufleuchtende, farbige Licht eröffnet den Blick auf einen Hof wie aus „Tausend und einer Nacht“. Ein Lotterbett rückt ins Blickfeld. Dort lässt sich der Sultan vom Tanz seiner Haremsdamen aufmuntern. So leicht und spielerisch sie dort tanzen, so schwer fällt es ihnen doch, denn die Dame für die Nacht soll den Morgen nicht mehr erleben. Aber Sheherazade, die für diese Nacht ausgewählt wird, kämpft um ihr Leben. Sie erzählt dem Sultan eine Geschichte – so spannend, dass er sie am Leben lässt, damit sie in der kommenden Nacht die Geschichte weiter erzählen kann.

Genauso aufregend wie diese Geschichte ist die Entstehung des Musicals, das am Freitagabend von Schülern des Bernstorff-Gymnasiums erstmals aufgeführt wurde. Bereits die musikalische Arbeit „Der Sturm“ wurde 2011 von der Kulturstiftung der Länder mit dem ersten Preis des Wettbewerbs „Kinder zum Olymp“ ausgezeichnet. Nun erneut mit einer Aufsehen erregenden Arbeit bestehen zu wollen, ist eine Herausforderung. Dieser waren sich die 110 Schüler des Theaterprojektes der Klassen 7 bis 13 mit ihren Kunstlehrern bewusst.

Drei Jahre lang arbeiteten sie mit viel Aufwand an dem Musical. Das Drehbuch fertigten die Schüler selbst an. Vor einem Jahr gab es das Casting. Hauptdarstellerin Johanna Menke wurde wegen ihrer eindrucksvollen Stimme ausgewählt. Den Sultan spielt Gabriel Jeromin. Für die Dramaturgie zeichnete Marcus Noll verantwortlich.

Besonders spannend wurde es bei der Musikauswahl. Gesa Schöpel, Glenn Großmann, Joshua Schimkat, Kathrin Lorenzen und Norbert Laude komponierten und arrangierten die Musik – die sich von orientalischen Klängen im Laufe des Musicals immer weiter zu westlichen Klängen von Pop bis Hip-Hop entwickelte. Dazu stellte das 35-köpfige Orchester auch bei der Premiere die Qualität seines breiten Klangkörpers unter Beweis. Dies ist auch ein Verdienst der Dirigenten Glenn Großmann und des musikalischen Talents Kathrin Lorenzen, die im ersten Teil als junge Frau auf der Bühne auch als Sängerin überzeugte.

Bei der Aufführung stimmte einfach alles, ob Bühnenbild, Kostüme, Maske, Tanzeinlagen, Chor bis hin zur Technik. Kurzum: Die Zuschauer wurden Teil eines besonderen kulturellen Erlebnisses.


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Die nächsten Aufführungen (jeweils ab 19 Uhr in der Aula): heute und morgen, Dienstag, 3. Juni, Donnerstag, 5. Juni, Mittwoch, 11. Juni, und Sonnabend, 14. Juni. Der Eintritt ist frei, Karten sind jedoch notwendig. Mehr unter www.sheherazade.de




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erstellt am 25.Mai.2014 | 16:07 Uhr

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