zur Navigation springen

Berufsbildungszentrum Kappeln : Fünf Kollegen verabschieden sich

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Uwe Schürch geht nach sieben Jahren als Außenstellenleiter des BBZ in Kappeln mit vier weiteren Mitarbeitern in den Ruhestand.

Kappeln | Großer Tag an der Außenstelle des Berufsbildungszentrums (BBZ) in Kappeln: Nach sieben Jahren wurde gestern Schulleiter Uwe Schürch in den Ruhestand verabschiedet – und mit ihm vier weitere Kollegen. Hans Hermann Henken, Leiter des BBZ Schleswig, der heute ebenfalls offiziell verabschiedet wird, moderierte durch den Nachmittag und fand für jeden seiner Mitarbeiter viele anerkennende Worte. Zu Gast in der Aula an der Kirchstraße waren neben dem Kreispräsidenten Ulrich Brüggemeier auch die Bürgervorsteherin der Stadt Kappeln, Dagmar Ungethüm-Ancker, der stellvertretende Bürgervorsteher der Stadt Schleswig, Rainer Wittek, zahlreiche Schulleiter, Weggefährten und Pensionäre gekommen.

Fast 32 Jahre war Uwe Schürch am BBZ, sieben davon als Leiter der Außenstelle in Kappeln. Er habe es in einem guten Zustand von seinem Vorgänger Dr. Sven Mohr übernommen, es aber auch hervorragend weiterentwickelt, berichtete Henken. „Und das war ein wichtiges Markenzeichen deiner Arbeit hier in Kappeln – nämlich, dass die Außenstelle nicht nur gehalten, sondern mit deiner Hilfe auch stabilisiert werden konnte“, erklärte er und überreichte Schürch die Urkunde des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie eine Ehrennadel. Schürch bedankte sich bei allen Schulleitern: Nie habe er Konkurrenz gespürt, eher „ein sich ergänzendes System der weiterbildenden Schulen“, bei denen die Zusammenarbeit hervorragend klappe. Er freue sich, dass seine Nachfolge geregelt sei und begrüßte Bernt Wellhausen, der im Laufe des Abends seine Ernennungsurkunde erhalten sollte.

Seinen Rückblick auf die 32 Jahre fasste Schürch in zwei Abschnitte zusammen: einmal den des alten Jahrtausends, in dem er vor allem dem ehemaligen Studiendirektor des Schleswiger BBZs, Jörg Manske, viel Einfluss auf seine Entwicklung zuschreibt. Im neuen Jahrtausend war für ihn die Zusammenarbeit mit Hans Hermann Henken besonders prägend. „Es war ein Vergnügen, mit dir zusammengearbeitet zu haben“, sagte er und hob dabei Henkens „freundliche, immer menschliche Art, aber auch die unglaubliche Beharrlichkeit“ hervor, mit der der Schleswiger Schulleiter seinen Zielen näher gekommen sei. Nur in einer Sache habe Henken zurückstehen müssen. „Ich habe an der Schule in Schleswig meine heutige Frau Silke kennengelernt. Das, Hans Hermann, kannst du nicht toppen.“

Als „Urgestein an der Außenstelle Kappeln“ bezeichnete Henken Reinhard Meinel, der insgesamt 33 Jahre an der Schule war: als Verbindungslehrer, engagierter Sportlehrer und seit 2004 als Oberstudienrat. Auch er erhielt Urkunde und Ehrennadel, vor allem aber Lob und Anerkennung. Von seinen Kollegen Mike Walla und Ulrike Schwarz-Nissen gab es für den Ballsport-Fan ein „Crossboccia-Spiel“, das sofort mit den neuen Mitpensionären bei einer Senioren-Minimeisterschaft ausprobiert werden musste.

Seit 2007 hatte Tabea Ninow das BBZ-Team im Bereich Hauswirtschaftslehre verstärkt. Henken bedankte sich, dass sie „immer als Feuerwehr“ im Einsatz war: „Wir sind unglaublich dankbar, dass sie das alles auf sich genommen haben.“ Kollegin Doris Lorenzen-Post lobte das gute Miteinander und deutete an, dass es zumindest aushilfsweise nach den Sommerferien wohl doch noch ein Wiedersehen mit Tabea Ninow geben würde.

Ebenfalls fehlen wird Dolores Weisbach, die seit 2009 zuletzt als Sozialpädagogin und Coaching-Fachkraft am BBZ war. „Sie haben vielen Kollegen zur Seite gestanden, wenn es schwierig wurde in den Klassen“, erklärte Henken und „was ist das für ein Segen, dass wir Kräfte wie Sie haben, die die Lehrkräfte an unseren Schulen entlasten und unterstützen.“ Ihr Kollege Herbert Thoma konnte das nur unterstreichen. „Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht. Viele Ehepaare müssen danach zum Paartherapeuten. Wir haben uns immer ergänzt und gegenseitig beraten“, sagte er.

Holger Feuersenger ist nach 34 Jahren, sieben davon in Kappeln, bereits am Donnerstag in Schleswig offiziell verabschiedet worden. Doch auch seine Lehrerkolleginnen Sigrid Rathgens und Iris Marxen wollten ihm noch ein paar gute Wünsche und Geschenke mit auf den Weg geben. „Dass ich hierher gekommen bin, war für mich ein Glücksfall“, erklärte Feuersenger.

„Say something“ und „Human“ – die musikalischen Darbietungen vom Chor der Schule unter der Leitung von Sönke Norden wurden mit lautem und lang anhaltendem Beifall quittiert.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Jul.2017 | 06:53 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen