zur Navigation springen
Schlei-Bote

24. Oktober 2017 | 14:05 Uhr

Frischer Wind im Satruphuus

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Tanja Jansen folgt als Leiterin des Dorfmuseums des Vereins für Dorfgeschichte ihrem verstorbenen Vater

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2013 | 00:33 Uhr

„Schon vor gut drei Jahren hätte Vater mich gerne in dieser Position gesehen.“ Tanja Jansen erinnert sich noch gut an die Gespräche mit ihrem Vater Rudi Jansen, als es um die Fortführung seiner Arbeit im „Verein für Dorfgeschichte Satrup“ ging. Er wollte seine Tochter einarbeiten, ihr die Details der Chronikarbeit deutlich machen und gute Tipps für die Führung des örtlichen Dorfmuseum „Satruphuus“ geben. Rückblickend sagt sie: „Damals war ich noch nicht soweit.“ Sie klingt ein wenig traurig, dass sie damals auf die Offerte ihres Vaters nicht reagiert hat. Aber die kaufmännische Angestellte war mit der Vereinsarbeit im Arbeitskreis Satruper Unternehmer ausgelastet.


Perspektiven für Verein und Museum


Weihnachten 2012 erfolgte dann ein Umdenken. Wohl auch um die Arbeit des Vaters in guten Händen zu wissen. Gemeinsam mit ihrem Mann Thorsten näherte sie sich dem Thema, entwickelte Ideen und Visionen. Als sie dann ihrem Vater davon berichtete, war der natürlich sehr glücklich. Trotz seiner schweren Krankheit gab es ihm Lebensmut, gemeinsam mit seiner Tochter Zukunftsperspektiven für Verein und Museum zu entwickeln. Am 13. April dieses Jahres verstarb Rudi Jansen. Einen Monat später übertrug der Verein die Leitung auf Tanja Jansen.

Der Vater hat große Fußstapfen hinterlassen. Doch Tanja Jansen ist zuversichtlich, im Sinne ihres Vaters Verein und Museum neuen Schwung geben zu können. Und die 42-Jährige weiß ihren Mann Thorsten an ihrer Seite. Beide haben Ideen, sind sehr kreativ und haben Lust Neues zu entwickeln. „Ohne Partner geht es nicht“, stellt Tanja Jansen fest. Da wird auch schon mal am Frühstückstisch über neue Projekte gesprochen. Für Neues ist viel Raum, denn das Museum ist sehr gut aufgestellt, thematisch klar gegliedert und übersichtlich aufgebaut. Mit den Themen „Handel, Handwerk und Industrie“ gibt es klare Vorgaben. „Wir verzichten schon mal auf neue Exponate, wenn sie nicht zu uns passen“, sagt Jansen. Ihr Ziel ist es, ein lebendiges Museum zu präsentieren. Dazu will sie das Umfeld mit Kirche und Alter Schule als kulturellen Mittelpunkt einbeziehen und auch die Jugend gewinnen.

Die neue Ära beginnt morgen mit der Ausstellung „Vom Korn zum Brot“, die vom ADS-Kindergarten gestaltet wird. Am 18. Februar 2014 kommt Schriftstellerin Sandra Dünschede und liest aus ihren Büchern. Auch das Schau-Weben soll es wieder geben. Ein besonderes Highlight sind Trauungen im Museum. Dazu wird das Redlefsen-Zimmer besonders festlich hergerichtet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen