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Frische Ideen für die Bildungslandschaft

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

32 Vertreter aus Vereinen, Verbänden und Institutionen nehmen an Workshop des Amtes Geltinger Bucht teil / Ziel ist bessere Vernetzung

Politik und Kirchengemeinden, Kindertagesstätten, Schulen, Sportvereine, Ortskulturringe, Jugendfeuerwehren und andere Organisationen haben auf Initiative des Amtsausschusses die „Bildungslandschaft Amt Geltinger Bucht“ ausgerufen. Um dem Ziel, genau diese auch zu etablieren, näher zu kommen, trafen sich jetzt 32 Vertreter der Institutionen in Sterup zu einer Ideenwerkstatt – getreu dem Ansatz, dass „das Wissen für eine gelungene Entwicklung vor Ort liegt, nicht bei externen Experten“. Die Zahl der Teilnehmer werteten Amtsvorsteher Thomas Johannsen und der Leiter der Gemeinschaftsschule des Amtes, Rolf Lausen, als Indiz für ein reges Interesse. Als Moderator führte in der Aula der Gemeinschaftsschule der Sozialpädagoge Uwe Treichel aus Flensburg durch die Ideenwerkstatt.

Für die Teilnehmer galt es zunächst, den Begriff „Bildungslandschaft“ zu definieren und die persönlichen Erwartungen vorzustellen. Abgefragt wurde auch, welche Ressourcen für ein Gelingen vonnöten und welche Hindernisse möglicherweise vorhanden seien. Zudem galt es, ein gemeinsames Konzept der Vernetzung zu erarbeiten, um es dem Kreis zwecks Förderung vorzulegen – das muss noch in diesem Jahr geschehen.

Als wichtig erachtete die Versammlung eine gemeinsame Haltung für eine Bildung von „null Jahren an“. Und man müsse auch offen sein für neue Strukturen und ständige Kommunikation. Dabei wollen die Anwesenden auf Professionalität setzen, denn Bildung lasse sich „nicht nebenbei erledigen“. Statt „von oben aufgelegter kurzfristiger Programme“ seien Qualität und Nachhaltigkeit erforderlich, stellten die Workshop-Teilnehmer fest. Angesprochen wurde auch die gegenseitige Konkurrenz der Anbieter: Als Ziele wurden diesbezüglich ausgegeben, wegzukommen vom Kirchturmdenken und die Chance zur Gestaltung zu nutzen. Es gelte, räumliche Entfernungen zu überwinden, zu koordinieren, Geld in die Hand zu nehmen und Prioritäten zu setzen.

Hans-Ulrich Kallsen, Leiter der Grundschule Sterup mit 125 Kindern in sechs Klassen, befand die Initiative für gut. „Jetzt kommt es darauf an, die vorhandenen Strukturen zu vernetzen und damit für alle Kinder und Jugendlichen nutzbar zu machen und gemeinsame Stärken zu entwickeln“, meinte er. Für Dietrich Terasa, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Sportvereins TSG Scheersberg mit 350 Mitgliedern, ist klar, dass angesichts rückläufiger Mitgliederzahlen eine Vernetzung der Angebote ein Gebot der Stunde sei. Der Sport gehöre dazu. Terasa versicherte: „Wir sind mit dabei.“ Für den evangelischen Kindergarten in Kieholm mit 67 Kindern unterstrich dessen Leiterin Britta Greve, dass es um „die Zukunft unserer Kinder, für die wir verantwortlich sind, geht“. Vor diesem Hintergrund machte sie sich für ein Miteinander in der Gesellschaft stark.

Die Ideenwerkstatt war der erste Schritt auf dem Weg zur „Bildungslandschaft Amt Geltinger Bucht“. Aus den Reihen der Anwesenden wurde jetzt eine Steuerungsgruppe gebildet. Der gehören Jugendpfleger Bernd Jochimsen, Vera Wester (Kulturbüro und Heinrich-Andresen-Schule) sowie Gesine Berendson (Montessori-Bauernhof) an. Die weiteren Steuerungsgruppen-Mitglieder werden von den jeweiligen Organisationen benannt – je ein Vertreter des Amtes, der Gemeinden, der Kindertagesstätten und der Sportvereine. Dieses Gremium wird noch in diesem Monat tagen.

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