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25 Jahre „Franka“ : Freude schenken ist Programm

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe für Kappeln und Umgebung begeht am kommenden Sonntag ihr Jubiläum.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2015 | 07:30 Uhr

Eine Idee feiert Jubiläum. Die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe für Kappeln und Umgebung, kurz „Franka“ genannt, wird 25 Jahre alt. Und laut Karen Nippert-Helmchen ist die Idee von „Franka“, Älteren, behinderten und in Not geratenen Menschen zu helfen, so aktuell wie eh und je. „Die Gruppe der älteren Menschen in der Gesellschaft hat aufgrund des demografischen Wandels zugenommen, und das soziale Engagement des Staates reicht in der Regel nicht aus“, meint die Vereinsvorsitzende. Vor 25 Jahren hat Dr. Otto Franke, der Erbauer der Margarethenklinik, die Idee zu „Franka“ gehabt. „Franka“-Kassenwartin Gabriele Maeder sagt: „Wichtig ist uns, schnelle und unbürokratische Hilfe zu leisten. Für die Betroffenen soll das alles unproblematisch sein.“

In den 25 Jahres ihres Bestehens hat „Franka“ Taxifahrten zu Krebsbehandlungen bezahlt, über die Sozialstation Rollatoren und Ähnliches zur Verfügung gestellt, berufsfördernde Maßnahmen finanziert oder auch mal Reparaturzuschüsse für eine Dachsanierung gegeben. 1999 übernahm der Verein auch die Trägerschaft für die Hospizgruppe. Fünf Jahre später wurde die Hospizgruppe – von „Franka“ losgelöst – ein eigenständiger Verein. Auch melden sich immer wieder Betriebe, die Lebensmittel übrig haben, bei „Franka“. Der Verein verteilt diese dann unter den Hilfsbedürftigen.

Einnahmen erhält die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe für Kappeln und Umgebung aus Spenden und den Beiträgen der 350 Mitglieder. Dabei geht sämtliches Geld in die Hilfe oder Veranstaltungen des Vereins ein. Karen Nippert-Helmchen sagt: „Bei uns ist alles unentgeltliche Hilfe. Wir kriegen keinen Pfennig, allenfalls die Materialkosten ersetzt. Und einen riesigen kostenintensiven Verwaltungskopf gibt es bei uns nicht.“

Zu den Aktivitäten des Vereins zählen auch die zahlreichen Fahrten und Ausflüge in Schleswig-Holstein. Da ging es zur Straußenfarm, zum Nolde-Museum oder ins Wattforum. Auch die von „Franka“ veranstalteten Konzerte und Lesungen erfreuen sich großer Beliebtheit. Die stellvertretende Vorsitzende Gisela Windmann weiß: „Viele putzen sich zu diesen Termin fein heraus und kommen eigens in Schapp-Tüch.“ Und außerdem: „Wir sind halt wie eine Familie.“

Wenn das Windmann, Gründungsmitglied der ersten Stunde, auf die 25 Jahre zurückblickt, sagt sie: „Nicht unsere Leistungen stehen im Mittelpunkt. Höhepunkte unseres Wirkens sind die strahlenden Gesichter der Menschen, wenn sie unsere Veranstaltungen besucht haben.“

Die Einsamkeit der Alleinstehenden zu lindern und den Menschen die Türen zu öffnen für die Dinge, die Freude machen, ist laut Karen Nippert-Helmchen das Ziel von „Franka“. Dafür opfern die Aktiven – seit vielen Jahren schon mit großer Unterstützung durch die Bastelgruppe Windmann – zahlreiche Stunden ihrer Freizeit. „Doch die Freude der Menschen ist die schönste Form der Dankbarkeit“, sagt Nippert-Helmchen.

Anlässlich des Jubiläums gibt die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe für Kappeln und Umgebung am Sonntag, 19. April, eine Feier mit geladenen Gästen im Chistophorushaus. Dort wird „Franka“ auch ihre Friedenskraniche vorstellen. Den Anstoß dazu gab die 16-jährige Enkelin von Gisela Windmann. Marie-Lise Mödel aus Preetz hat 480 Kraniche aus Papier gefaltet. Diese sollen nun für einen Euro verkauft werden, um mit dem Erlös die Not der Flüchtlinge zu lindern. Die Aufgaben von „Franka“ scheinen eher zuzunehmen. Doch bislang gehen dem Verein auch nie die Ideen aus, wie man diesen Herausforderungen erfolgreich begegnen kann.

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