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Freiwillige kehren an ihren Einsatzort zurück

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2014 | 14:09 Uhr

Plätze für ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) sind in der Integrierten Station Falshöft bei jungen Menschen heiß begehrt. Hierher kommen sie seit zehn Jahren gern, um sich für ihre berufliche Ausbildung zu orientieren. Während dieser Zeit waren es 20 FÖJ-ler – zwei pro Jahr – die auf der Geltinger Birk im Einsatz waren. Zum zehnjährigen Jubiläum waren nun 16 Ehemalige aus allen Teilen der Republik nach Falshöft gekommen.

Nils Kobarg, der die Station von Anfang an leitet und dem inzwischen drei hauptamtliche Mitarbeiter zur Seite stehen, hieß die jungen Leute an ihrem einstigen „FÖJ-Tatort“ willkommen. Die zehn Jahre seien wie im Flug vergangen, sagte er. Alle FÖJ-ler haben den Aufbau der Station miterlebt, desgleichen die Veränderungen im Naturschutzgebiet der Birk. Waren es in der Vergangenheit stets zwei junge Leute, die in Falshöft ihren Dienst absolvierten, so sind es seit dem 1. August dieses Jahres erstmals drei – finanziert vom Förderverein der Integrierten Station, dem Nabu Ostangeln und dem Wildpferdeverein. Kobarg erinnerte an den Start für die kontrollierte Vernässung vor einem Jahr. Jetzt habe man das Wasser ablassen müssen, da beim sogenannten Melkstand eine Brücke errichtet wird – noch in diesem Monat. Das war das Stichwort für die Ehemaligen, die inzwischen beruflich ihren Weg gemacht haben, sich während einer Wanderung vom jetzigen Zustand der Birk ein Bild zu machen.

Dagmar Struß, Vorsitzende des Nabu Ostangeln, verdeutlichte, dass die FÖJ-ler mit dazu beigetragen haben, die Birk zu einer Natur-Oase zu machen – dafür sagte sie Danke und sprach dabei auch im Namen von Renate Mielenz, Vorsitzende des Fördervereins. Von Anfang an war sie es – bereits während ihrer Zeit als Bürgermeisterin von Nieby – die die FÖJ-ler persönlich betreute. Auf Anhieb konnte sie beim jetzigen Treffen alle beim Namen nennen, auch die FÖJ-ler der ersten Stunde Paul Siegloch aus Stuttgart und Carsten Heuer aus Högersdorf im Holsteinischen. Alle FÖJ-ler haben in Falshöft Spuren hinterlassen, sei es beim Zusammensetzen des Skeletts eines jungen Walfisches, durch den Bau von Ausstellungsvitrinen, die Kreation des „Wer knackt die Nüsse“-Spieles oder die Herausgabe des Buches „Die Geschichte der Birk – Kultur und Wandel einer Landschaft“.

Mielenz Nachfolger, Bürgermeister Volker Lippert, war als Unterstützer der Integrierten Station im allgemeinen und der FÖJ-ler im Besonderen ebenfalls gekommen. Vorbereitet hatten das Ehemaligen-Treffen die drei neuen FÖJ-ler: Line Hähnel (18) aus Wetzlar in Hessen, die ein Studium der Geowissenschaften eventuell in Kiel anpeilt, Lydia Hebold (19) aus der Nähe von Köln, die nach der Schule ebenfalls erstmal etwas ganz anderes machen wollte, sowie Johanna Neumann (20) aus Niesgrau. Sie hat sich relativ spät beworben, hatte aber Glück: Für sie wurde eigens eine dritte Stelle geschaffen. Nun lebt auch sie in der FÖJ-Wohnung der Station – wo Platz für zwei ist, ist auch Platz für drei.

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