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Folk-Baltica – Jetzt geht’s Schlag auf Schlag

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In dieser Woche folgen dicht an einander gereiht die Konzerthöhepunkte des zehnten grenzüberschreitenden Musikfestivals

So viel ist sicher: Das zehnte Festival, das gestern Abend mit dem Eröffnungskonzert des Folk-Baltica Ensembles im Sønderborger Alsion begann, ist ein ganz besonderes. Kein Länderschwerpunkt, sondern zwei große Reisen bilden das Gerüst. Die eine führt um die ganze Ostsee herum: „Wir haben Künstler aus allen Anrainerstaaten dabei“, sagt Harald Haugaard, künstlerischer Leiter von Folk-Baltica. Die andere sogenannte Reise entlang der östlichen Bernsteinstraße führt zu dem Kuriosum, dass beim Festival 2014 erstmals eine Sängerin dabei ist, deren Wurzeln in Sizilien liegen. Auch ein Ensemble aus Österreich hat einen Auftritt.

Das hat zur Folge – es kommen längst nicht mehr nur eingefleischte Folk-Fans zu den Konzerten, Workshops und Vorträgen, sondern immer mehr Menschen, die einfach nur an guter Musik interessiert sind. Bestes Beispiel ist die Beteiligung der dänischen Trompetenlegende Palle Mikkelborg beim Eröffnungskonzert im Alsion. Der gelernte Jazzer, der seit langem Genre-übergreifend arbeitet, sollte das Auftragswerk „Song tread lightly on my Heart“ spielen mit der dänischen Sängerin Helene Blum als Vokalpart. Mikkelborg hat das Werk eigens für dieses Konzert geschrieben.

„Das Etikett Folk stimmt nicht ganz“, ergänzt Festival-Geschäftsführer Peter Boll. „Einige unserer Künstler sind in ihren Heimatländern Stars.“ Das gilt zum Beispiel für die norwegische Sängerin Sigrid Moldestad.

Für Boll und Haugaard ist dies das zweite Festival in ihrer Verantwortung. Die beiden ergänzen sich gut und verkörpern perfekt die grenzüberschreitende Idee von Folk-Baltica. Und sie bringen auch in diesem Jahr Neues: Hauptspielort am Freitag und Sonnabend ist das Deutsche Haus in Flensburg.

Mit Erich Schmeckenbecher kommt am Freitag die Hälfte des legendären Folk-Duos Zupfgeigenhansel ins Deutsche Haus. Schmeckenbecher gilt als stilsicherer Romantiker und hervorragender Instrumentalist. Das Trio Rosenrot aus Berlin interpretiert deutsche Volkslieder völlig neu. Sonnabend begeben sich sechs Künstler beziehungsweise Gruppen auf die Reise entlang der Bernsteinstraße; sie werden alle auf der Bühne Platz nehmen und – hoffentlich - zum Finale gemeinsam spielen. Die zweite Hälfte des Konzerts bestreitet das schwedische Trio Väsen, auf das sich ganze Generationen junger Musiker berufen. Diese Band wird zuvor am morgigen Freitag, ab 20 Uhr – wie auch das tschechische Duo Jitka Suranska und Jiri Plocek – in der Ellenberger Kirche in Kappeln auftreten.

Zeitgleich mit dem Hauptkonzert „Bernsteinstraße“ in Flensburg wird am Sonnabend, ab 20 Uhr die Folk-Baltica erstmals ein Stelldichein in Kiel geben. Das Trio Nordic Fiedlers Bloc bestreitet dort ab 20 Uhr im Kultur-Forum ebenfalls ein Hauptkonzert.

Das Abschlusskonzert am Sonntag, diesmal in der Flensburger Kirche St. Marien, ist mit „Wehmut und Hoffnung“ betitelt. Noch einmal kann man sechs Ensembles erleben – bevor die Vorfreude auf Folk-Baltica 2015 beginnt.

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erstellt am 07.Mai.2014 | 17:08 Uhr

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