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Hans-Christian-Andersen-Schule : Förderzentrum schließt Kappelner Filiale

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Im nächsten Schuljahr hätte die Außenstelle nur noch zwei Lerngruppen. Daher übernimmt die Söruper Zentrale ab 1. Februar die Kinder.

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2015 | 17:00 Uhr

Gestern ging ein Brief der Schulleitung an die Eltern der Kinder, die die Außenstelle des Förderzentrums Angeln in Kappeln besuchen. Inhalt des Schreibens: die Schließung der Kappelner Filiale in der Hindenburgstraße zum 31. Januar 2016.

Es ist gerade mal drei Jahre her, dass die Hans-Christian-Andersen-Förderschule ihre Selbstständigkeit verlor und dem Förderzentrum Angeln in Sörup mit dem Schwerpunkt Lernen angeschlossen wurde. Nun soll die Kappelner Filiale ganz aufgelöst, die Lerngruppen sollen dem Förderzentrum Sörup angeschlossen werden. „Im Schuljahr 2015/2016 wird es in Kappeln nur noch zwei Lerngruppen geben“, begründet Klaus Hinrichsen, Leiter des Förderzentrums Angeln, die Entscheidung. Das bedeutet, dass die Schülerzahl von gut 30 auf dann gut 20 zurückgeht. „Mit zwei Lerngruppen können wir kein pädagogisch wertvolles Schulleben aufrecht erhalten“, sagt Hinrichsen. Zudem könne man mit dann nur zwei Lehrkräften nicht mehr die Aufsichtspflicht in ausreichendem Maße gewährleisten. „Das ist nicht mehr zu verantworten“, meint der Schulleiter. Der Schritt sei mit dem Schulamt, dem Schulverband Mittelangeln als Schulträger und der Kappelner Stadtverwaltung abgesprochen. Die Stadtvertretung wird auf ihrer nächsten Sitzung über das Thema entscheiden. Das dürfte aber wohl kaum mehr als eine Formalie sein.

Laut Hinrichsen liegt der Rückgang der Schülerzahlen mit dem Förderschwerpunkt Lernen aufgrund der geförderten Inklusion im Trend der Zeit. In den vergangenen zehn bis 20 Jahren hätten aus dem Einzugsgebiet des Förderzentrums Angeln 170 Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Lernen die Grund- oder Gemeinschaftsschule besucht. „An allen Förderzentren ist die Schülerzahl zurückgegangen“, sagt Hinrichsen, der sich noch an Zeiten erinnern kann, als Kappeln 90, Sörup 80 bis 100 und Glücksburg 50 Kinder hatte. Inzwischen ist das Zentrum in Glücksburg aufgelöst, und in Sörup sind auch nur noch drei Lerngruppen vorhanden.

Mit dem Umzug der beiden Lerngruppen nach Sörup wird das dortige Förderzentrum stabilisiert. Für Kappeln sei das bedauerlich, und die Lehrkräfte dort hätten eine tolle Arbeit gemacht. „Natürlich geht für die Kinder ein Stück schulische Heimat verloren, doch sie erhalten auch künftig den gleichen Unterricht und die gleichen Strukturen, nur an einem anderen Ort“, sagt Hinrichsen, der mehr als acht Jahre selbst in Kappeln unterrichtete, bevor er 1997 in Sörup Schulleiter wurde. Anlässlich des längeren Schulweges will das Förderzentrum gemeinsam mit der Autokraft und dem Schulverband Mittelangeln für „einen möglichst günstigen Transport Sorge tragen“, wie es in dem Elternbrief heißt.

Corinna Karow, Leiterin der Kappelner Außenstelle, wird bald in den Ruhestand gehen, die Auflösung der Kappelner Filiale habe damit aber nichts zu tun. Auch Karow verweist auf die sinkenden Schülerzahlen und dass hierzu keine Besserung in Sicht sei. „Der Schritt fällt uns sehr sehr schwer, aber er ist unausweichlich“, sagt sie. Die Betreuung der Grundschule und der Kindergärten sowie die Integrations- und Gemeinschaftsarbeit und das Erziehungsangebot werden aber laut Karow aufrecht erhalten. Am 29. April gibt es ab 19 Uhr in der Außenstelle Kappeln einen Elternabend zum Thema. 

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