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Maasholm : Findling-Garten fürs Naturzentrum

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Förderverein des NEZ investiert 6000 Euro in die neue Attraktion.

Selten genug, dass sich jemand freiwillig als Kassenprüfer meldet – Arne Hinterkopf aus Rabel tat es und lieferte dafür eine Begründung, die reihum für Lacher sorgte: Mit Blick auf Kassenwart Horst Franzen sagte er, dass er 30 Jahre lang darauf hingearbeitet habe, um jetzt seinen ehemaligen Lehrer zu kontrollieren. Der 81-Jährige nahm das schmunzelnd zur Kenntnis. Hinterkopf, stellvertretender Bürgermeister von Rabel, brachte seine Verbundenheit mit dem Förderverein des Naturerlebniszentrums (NEZ) Maasholm zum Ausdruck. Sigrid Wolfram, stellvertretende Bürgermeisterin von Kronsgaard, ist nun Beiratsmitglied.

Angesichts des Rückblicks und der damit verbundenen Fülle von Aktivitäten des Vorsitzenden Hans-Jürgen Klinzing war Maasholms Bürgermeister Kay-Uwe Andresen voll des Lobes. Die Gemeinde als Besitzerin des Naturerlebniszentrums sei dankbar für eine qualitativ hochwertige Arbeit „mit Herz und Verstand“ in diesem „Beispiel einer umweltgerechten und sinngebenden Umwidmung und Nutzung einer ehemals militärischen Anlage“. Der Verein sorge für eine kontinuierliche Weiterentwicklung und das gehe über das reine Fördern weit hinaus. An den 136 Mitglieder zählenden Verein gewandt, sagte Andresen: „Wir haben euch viel zu verdanken. Schön, dass es euch gibt.“

Rund 15.000 Besucher kamen 2014 ins Naturzentrum. Dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene „Natur pur“ erleben konnten, ermöglichte der Förderverein mit vielen Projekten, darunter die Verbesserung des Spielplatzes (angeschafft wurde für 12.000 Euro eine Hangrutsche), Vorträge, Mitmachangebote und Sonderausstellungen. Unterstützt wurde das Naturerlebniszentrum auch vom „Naturpark Schlei“, der am 27. März einen Obstbaumschnitt organisiert. Im zweiten Jahr nach Ende der Beschäftigung von Ein-Euro-Jobbern mussten vermehrt Arbeiten selbst erledigt werden, wobei Unterstützung vom Verein „Jordsand“ geleistet wurde. Dieses Miteinander soll intensiviert werden, so der Vorsitzende. Dafür, dass die Kappelner Werkstätten während der Saison von April bis Oktober 2014 einen Mitarbeiter abstellten, zeigte sich Klinzing dankbar. Seine Hoffnung geht dahin, dass dieses Unterstützung auch in diesem Jahr fortgesetzt wird.

Zu den Vorhaben in diesem Jahr gehört die Neuanlage eines Findling-Gartens, für den 6000 Euro eingeplant sind. Außerdem wird es eine weitere Briefmarkenausstellung geben, Thema diesmal: die Wikinger. Außerdem gibt es eine Fortsetzung der naturwissenschaftlichen Vorträge, erhalten bleibt auch der Fahrrad-Service. Und dann soll auch mit „Neobiota“-Schildern über eingewanderte Tiere und Pflanzen informiert werden. „Das NEZ ist eine schöne Blume im Strauß der regionalen Naturangebote“, stellte Klinzing fest.

Das Finanzamt habe den Verein für zwei weitere Jahre als „förderungswürdig“ anerkannt, meldete Kassenwart Horst Franzen und legte die Finanzen für das vergangene Jahr offen. Der Bestand sei relativ hoch, doch werde das Geld für den Findling-Garten benötigt. Vom Vorsitzenden gab es für den Kassenwart ein dickes Lob. Er halte das Geld zusammen und erweise sich auch sonst als „Powerman“ – und das mit 81 Jahren. Bei den Wahlen ließ sich Hans-Jürgen Klinzing, der seit 2009 an der Spitze steht, noch einmal für zwei Jahre wählen. Aber dann, so der 71-Jährige, sei für ihn Schluss.

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