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Schlei-Bote

18. Dezember 2017 | 22:01 Uhr

„Geschenkt“ : Filmpremiere in Kappeln

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Capitol-Lichtspiele zeigen am 25. Mai das Erstlingswerk einer Mohrkirchener Filmgruppe – Amateure, die professionelle Arbeit abliefern.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2014 | 12:15 Uhr

Das Capitol-Kino wird bald Schauplatz einer Premiere. Die Amateurfilmgruppe HawophilM aus Mohrkirch präsentiert dort am Sonntag, 25. Mai, in einer Matinee ab 11 Uhr ihr Erstlingswerk „Geschenkt“, in dem es um eine dreiste Masche von Einbrechern geht.

„Unser Ziel war es, einen anspruchsvollen Spielfilm zu erstellen“, sagt der Gründer der Gruppe, Wolfgang Philipp. So wurden Szenen während der Nacht oder im fahrenden Auto gedreht. Dabei war die Kamera im Auto mit Saugnäpfen an der Windschutzscheibe befestigt. Natürlich hatte die zehn Mitglieder umfassende Filmcrew auch mal mit Schwierigkeiten zu kämpfen. So etwa als das Team nachts die Einbruchsszene spielte. Da ertönte auf einmal eine Stimme: „Was macht ihr denn da ?“ Es war ein Nachbar, den das nächtliche Treiben unter Scheinwerfern irritierte. Oder als beim Nachdreh die Armbanduhr einer Darstellerin mit ihrer Jeansjacke eingeblendet werden sollte, die aber nicht anwesend war. Schließlich sprang Philipps Ehefrau ein und streifte sich ein Jeans-Hosenbein über den Arm als Jeansjacken-Ersatz. „Ein gewisses Improvisationstalent gehört beim Filmen einfach dazu. Es klappt beim Dreh nie so, wie man es sich am Schreibtisch ausdenkt“, so Philipp.

Für den ehemaligen Realschullehrer, der auch Produzent des Streifens ist, war von Beginn an klar, dass man nicht allein fürs stille Kämmerlein arbeitet. „Wir wollen nicht nur einen Film drehen, sondern ihn auch zeigen.“ Dafür kamen laut Philipp eigentlich nur die nächstliegenden Kinos in Frage. „Und Kappeln liegt nicht weit weg von Mohrkirch“, so der Produzent. Zudem ist nicht jeder Kinobetreiber dazu bereit. Doch Carmen Schrief und Michael Wittkowski zeigten sich sehr aufgeschlossen. „Das war wirklich ein Glücksfall für uns, die beiden kennengelernt zu haben“, so Philipp. Dazu habe das Kappelner Kino auch mit 4K eine brillante Technik.

Wittkowski hat der Streifen überzeugt. „Der Film ist schön. Bei solchen Geschichten aus dem Umland sind wir gerne bereit zu helfen“, sagt er. Dazu sicherte sich Wittkowski noch einige Rechte. „Sollte die Gruppe einen Kinofilm machen, ist die Deutschlandpremiere bei uns. Das war Teil des Deals“, so der Kinobetreiber. Carmen Schrief erinnert sich noch an den ersten Kontakt mit Philipp. „Meine erste Frage lautete: Was wollen Sie eigentlich zeigen?“ Schließlich müssten sie als Kinobetreiber ja auch gewisse Auflagen erfüllen. Erst als das geklärt war, ging es dann an die technische Umsetzung des Filmmaterials. Jetzt ist Schrief schon gespannt, wer alles vom Stammpublikum am 25. Mai dabei ist.

An dem Premierentag soll zum Vergleich auch noch der Film „Angekommen“ gezeigt werden. Den 42-minütigen Streifen aus dem Jahr 2010 drehte Philipp als Regisseur und Produzent mit seinen damaligen Schülern. „Auch ein guter Film“, sagt er. „Aber es gibt da schon große Unterschiede zum Kurzfilm.“ Das neue Werk „Geschenkt“ sei deutlich besser. Das führt Philipp vor allem auf die seit einem Jahr bestehende Filmcrew zurück. „Es sind Super-Leute. Regisseur Michael Zemlin hat schon an einigen Filmen mitgewirkt, und mit Regina Lüdke-Dziersk haben wir auch eine professionelle Schauspielerin. Ich selbst habe große Erfahrung im Filmemachen. Und alle haben wir sehr viel Herzblut.“

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