zur Navigation springen
Schlei-Bote

16. Dezember 2017 | 12:54 Uhr

Preiserhöhung : Figurentheater wird teurer

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ein Euro mehr: Erstmals seit 1997 werden die regulären Eintrittspreise zu den Figurentheater-Tagen erhöht.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Nach 1997 werden die Eintrittspreise für die Figurentheater-Tage erstmals wieder angehoben werden, dies beschloss am Mittwochabend der Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Schulen (JKSS). Die neuen Preise werden bereits für die 27. Figurentheater-Tage im nächsten Jahr gelten.

„Die Figurentheater-Tage sind aus Kappeln nicht mehr wegzudenken“, sagte der städtische Mitarbeiter Thomas Johannsen vor dem JKSS-Ausschuss. Doch rechne die Stadtverwaltung auch bei dieser Veranstaltung mit spitzem Bleistift. „Die Ausgaben sind immer höher als die Einnahmen“, so Johannsen, der den durchschnittlichen Unterschuss dieser Veranstaltungsreihe mit 27 000 Euro bezifferte. „Auch diese Erhöhung macht den Unterschuss nicht wett“, sagte der Verwaltungsmitarbeiter. Er rechne durch die Erhöhung mit jährlichen Mehreinnahmen von 1500 Euro. Johannsen begründete die Beschlussvorlage damit, dass die Preise seit 1997 nicht angehoben wurden, obwohl die Gagen der Künstler gestiegen seien. Vorgeschlagen wurde eine Erhöhung der Eintrittspreise für Erwachsene von jetzt vier auf fünf Euro und für Kinder von jetzt drei auf vier Euro sowie die Anhebung des Kindergruppenpreises (ab zehn Kinder) von 2,50 Euro auf dann drei Euro.

Annemie Dick (Grüne) kritisierte die Anhebung des Eintrittsgeldes für Kinder von drei auf vier Euro. Gerade für Familien mit mehreren Kindern sei das nicht sozial. Rainer Moll (SPD) entgegnete: „Der soziale Aspekt ist wichtig, aber wir können nicht unsere Augen vor der Haushaltslage verschließen.“ Ausschussvorsitzende Ilona Mende (SPD) meinte, dass die meisten Kinder ohnehin durch Kindergarten oder Schule in der Gruppe kämen.

Daraufhin regte Dick an, doch gleich drei Euro für jedes Kind zu erheben. Doch in der Folge unterstützten mehrere Ausschussmitglieder die Beschlussvorlage ausdrücklich, so auch Corinna Graunke (CDU). Graunke nannte die Preiserhöhung moderat und regte an, dass man auch privat Gruppen bilden könne, um in den Genuss der Ermäßigung zu kommen. Am Ende votierte der Ausschuss – bei der Gegenstimme von Dick – für den Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Beim nächsten Thema ging es um die Bewirtschaftung der Cafeteria an der Klaus-Harms-Schule. Der Förderkreis des Gymnasiums betreibt die Cafeteria, doch hat sich mit Beginn des Schuljahres 2013/14 die Nachfrage verstärkt. Begründet wird dies mit einem Doppeljahrgang, der sich durch die G8/G9-Regelung gebildet hat. Nun nutzen von 12.50 bis 13.20 Uhr bis zu elf Klassen die Cafeteria. „Wenn dort elf Schulklassen in der Mittagszeit geballt antreten, dann ist Holland in Not. Denn das Personal ist sehr gut damit beschäftigt, die Wünsche der Schüler zu erfüllen“, versicherte Johannsen. Gleichwohl gehen laut dem in der Sitzung anwesenden Schulleiter Thomas Hellmuth nur 50 Essensportionen täglich über den Tisch, doch wären die Salate und Snacks nicht inbegriffen. Zudem müsste das Pfand für Besteck abgerechnet werden.

Um die Situation zu entschärfen, sah die Beschlussvorlage der Verwaltung vor, dem Förderverein ab 2014 einen Personalkostenzuschuss in Höhe von 11 700 Euro zu gewähren. Damit sollten zwei zusätzliche Geringbeschäftigte finanziert werden. Während die Runde überwiegend Zustimmung signalisierte, meinte Gerda Hartmann (LWG), es sei zu überlegen, ob man eben mal 12 000 Euro aus einem hochdefizitären Haushalt nehme. Hartmanns Gegenvorschlag: „Warum kann man das Angebot nicht straffen ? Man muss doch nicht in einer Cafeteria einkaufen wie in einem Supermarkt, wo jeder Wunsch erfüllt wird.“ Ihr fehlten in dieser Vorlage ein Kostenvoranschlag sowie ausführlichere Erläuterungen zu den erwartete n Mehreinnahmen durch die Schulkostenbeiträge.

Johannsen dagegen warnte: „Wenn wir nichts tun, dann werfen die Mitarbeiter, die schon da sind, das Handtuch. Dann hat die Stadt in ihrer größten Schule gar kein Mittagsangebot mehr.“ Zudem rechnete Johannsen vor, dass 70 Prozent der Schüler von außerhalb kämen. „Das bedeutet, dass wir 2015 das Geld, das wir jetzt ausgeben, zu 70 Prozent wieder reinbekommen.“ Im Übrigen sei die Maßnahme auf das Ende des Schuljahres 2016, also bis zum Auslaufen des Doppeljahrgangs, begrenzt. Peter Koch (LWG) monierte daraufhin: „Das steht aber nicht in der Vorlage.“ Nachdem die Vorlage um diesen Zusatz ergänzt wurde, stimmte der Ausschuss bei Enthaltung Hartmanns für die Vorlage, die nun im Hauptausschuss beraten wird.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen