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Kommunalpolitik : Feuerwehrhaus steht zum Verkauf

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Gebäude steht seit der Wehren-Fusion vor zwei Jahren leer. Bürgermeister Schwager kritisiert den Schwarzdeckenunterhaltungsverband.

Zwei Jahre ist es her, dass die Ortswehr Wittkiel mit der von Stoltebüll-Vogelsang fusionierte – seitdem steht ihr Gebäude leer. Versuche, das Wittkieler Feuerwehrhaus in ein „Dörpshuus“ umzugestalten, misslangen: Jetzt soll es verkauft werden. So stand es auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Allerdings ist das einfacher gesagt als getan. Nicht nur, dass das Gebäude im Außenbereich liegt, es ist auch nur bedingt nutzbar. Es ist 1974 als Feuerwehrhaus genehmigt worden, an diesem Status lässt sich wenig ändern. Möglich sei nach Auskunft von Bürgermeister Hans-Jürgen Schwager lediglich eine Nutzung für Lagerzwecke. Nun soll der Verkauf ausgeschrieben werden, wobei bei einer Nein-Stimme als Mindestgebot 10.000 Euro vorgegeben wird.

Gemeindevertreter Heiner Nissen warb dafür, die Gemeinde möge sich verstärkt an den Kosten für die Unterhaltung des Friedhofs Toestrup in der Kirchengemeinde Oersberg beteiligen. Die aktuelle Situation sei außerordentlich angespannt. Sein Anliegen beschied der Bürgermeister mit dem Hinweis, dass Stoltebüll für den Friedhof im Haushalt jährlich 2000 Euro einplane. Jedoch sei dieses Geld bislang nie abgerufen worden: „Für 2014 kann die Kirchengemeinde 2000 Euro bekommen – aber nichts rückwirkend.“

Mit Blick auf 2015 ging es um mögliche Investitionen. Einigkeit herrschte unter den Gemeindevertretern, dass für den Wanderweg Graukark eine neue Brücke notwendig ist. Zudem sollen Mittel für Ausweichstellen an der Kreisstraße 108, für die SMS-Alarmierung der Feuerwehr sowie für die Breitbandversorgungs-Planung bereit gestellt werden.

Die Versorgung mit dem sogenannten „schnellen Internet“ ist in Stoltebüll zu einem Dauerbrenner geworden. Alle diesbezüglichen Bemühungen blieben bislang ohne Erfolg. Deshalb hat sich der Bürgermeister schriftlich an den Minister für Arbeit, Verkehr und Technologie, Reinhard Meyer, gewandt und die kommunalen Sorgen geschildert. Dabei bedauert er, dass die großen Gemeinden im Amt Geltinger Bucht Desinteresse an einer solidarischen Lösung zeigten - weil sie gut versorgt seien. Nicht nur Stoltebüll, sondern auch Rabenholz und Stangheck seien an einer zeitnahen Breitbandversorgung sehr interessiert – in Erwartung von Zuschüssen aus Kiel, Berlin und Brüssel. Wörtlich heißt es: „Unsere Gemeinden grenzen an Kappeln, Kappeln-Land und Süderbrarup (sind versorgt), bilden also keinen Flickenteppich.“

„Ich bin mächtig enttäuscht, so kann man mit den Mitgliedern nicht umgehen“, kommentierte Schwager zudem das Verhalten des Schwarzdeckenunterhaltungsverbandes (SUV). Bis 31. Mai sollten in Stoltebüll einige Straßenbaumaßnahmen erledigt sein. Obwohl die Gemeinde die erforderlichen Vorarbeiten geleistet habe, sei bislang nichts geschehen. Absprachen und Zusagen seien nicht eingehalten worden, so der Bürgermeister.

Die Übertragung von gemeindlichen Selbstverwaltungsaufgaben auf das Amt Geltinger Bucht erfolgte einmütig. Dies sind: das Feuerwehrwesen, die Schulträgerschaft, die Mitgliedschaft in der Aktiv-Region Schlei-Ostsee und in der WiReg sowie die Förderung des Tourismus.

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erstellt am 22.Sep.2014 | 12:15 Uhr

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