Feuer in Kappeln : Feuerwehreinsatz auf Wohnboot in Grauhöft

Einsatz unter Atemschutz: Unter der Plane auf dem Vordeck des Wohnschiffes wird die Brandursache vermutet.

Einsatz unter Atemschutz: Unter der Plane auf dem Vordeck des Wohnschiffes wird die Brandursache vermutet.

Feuerwehr und Rettungskräfte rücken aus und retten ausgebauten einen Fischkutter vor der Zerstörung.

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16. Februar 2021, 09:12 Uhr

Kappeln | Feuer in Grauhöft, ein Boot brennt im Kappelner Nordhafen – dieser Notruf ging am Montagabend um 21.53 Uhr bei der Leitstelle der Feuerwehr ein.

Die Wehren Kappeln-Innenstadt und Mehlby, die Polizei und ein Rettungswagen machten sich auf den zum Teil schwer befahrbaren Weg. „Das Boot liegt an der Pieranlage in Grauhöft“, berichtet Björn Frye, stellvertretender Wehrführer der Innenstadt-Wehr.

Bei dem Boot handelt es sich um einen ehemaligen Fischkutter, der zu einem Wohnboot umgebaut wurde. Björn Frye
 

Über dem Vordeck war eine Plane zum Schutz gegen Wind und Wetter angebracht. Darunter habe sich das Feuer entfacht und ausgebreitet, so Frye weiter.

„Als wir ankamen, war der Bewohner, ein älterer Herr, schon mit einem Feuerlöscher dabei und versuchte den Brand zu löschen“, so der stellvertretende Wehrführer. Die Kameraden, die mit dem Einsatzleitwagen als erste zum Wohnboot kamen, sahen, wie die Flammen bereits durch die Plane züngelten und setzten ebenfalls sofort drei Feuerlöscher ein, um den Brand niedrig zu halten. Nach Eintreffen des Angriffstrupps konnten die Arbeiten durch den Einsatz des Schnellangriffsschlauches unterstützt und das Feuer schnell gelöscht werden.

Der Tank des Löschfahrzeugs fasst 1000 Liter, das reichte in diesem Fall aus, teilt Frye mit. Parallel hatten aber Kameraden der Feuerwehr Mehlby bereits begonnen sicherheitshalber die Wasserversorgung über einen Hydranten aufzubauen.

Mit Feuerlöschern und Schnellangriffsschlauch konnte den Flammen Einhalt geboten werden.
B.Frye

Mit Feuerlöschern und Schnellangriffsschlauch konnte den Flammen Einhalt geboten werden.

 

An Bord wurde durch das Feuer die Plane des Vordecks vollständig zerstört, ansonsten blieben nur leichte Brandspuren auf dem Oberdeck. Der voll ausgebaute Innenraum blieb unbeschädigt und bewohnbar. Unter der Plane befanden sich mehrere Heizlüfter. Die Feuerwehr vermutet hier auch die Brandursache. „Es könnte ein technischer Defekt der elektrischen Versorgung der Heizlüfter verantwortlich sein“, erklärt Björn Frye.

Nach der Freigabe durch Polizei und Feuerwehr sicherten Mitarbeiter der Werft den Kutter. Der Bewohner, der sein Boot zunächst nur ungern verlassen wollte, wurde im warmen Werftbüro aufgenommen.

Gegen 23 Uhr verließen die Einsatzkräfte das Werftgelände wieder. Insgesamt waren 15 Kameraden der Wehr Kappeln-Innenstadt und elf aus Mehlby dabei. Vier Atemschutzgeräteträger kamen zum Einsatz.

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