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Ostseeresort Olpenitz in Kappeln : Ferienwohnungen in bester Lage

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Das „Bollwark“-Projekt im Ostseeresort Olpenitz feierte Richtfest.

Sonne und Wind, zugegeben vielleicht ein bisschen mehr Wind als Sonne. Aber Jochen Tell ist das gewohnt. Seinem „Bollwark“-Projekt im Ostseeresort Olpenitz ist in der Vergangenheit regelmäßig mehr Wind entgegen geblasen worden als dass ihm die Sonne ins Gesicht geschienen hätte. Insofern passte das Wetter anlässlich des Richtfestes für das erste der insgesamt vier geplanten Gebäude perfekt. 26 Wohnungen zwischen 50 und 100 Quadratmetern sollen in einem halben Jahr bezugsfertig sein, dann soll es in jährlichen Abschnitten weitergehen, bis der ganze Komplex fertiggestellt ist.


„Ausflüchte“ bei Genehmigungen


Es waren geladene Gäste, die sich in der Tiefgarage des „Bollwark“ bei Kartoffelgratin und Grillfleisch versammelt hatten. Ihnen legte Wolfgang Henrichs, Geschäftsführer der H&P Touristik aus Bonn, zunächst in einem Rückblick dar, welche Hürden das Bauvorhaben, das Jochen Tell mit seiner HT-Projektentwicklungsgesellschaft mbH realisieren will, nehmen musste. Henrichs, der sich mit seiner Firma später um Vermietung und Vertrieb der Ferienwohnungen kümmern wird, erinnerte daran, dass das Projekt auf einem rechtskräftigen B-Plan fuße, man aber „Ausflüchte“ gesucht habe, um die Baugenehmigung nicht zu erteilen. Zur Erinnerung: Jedes der vier geplanten Häuser erstreckt sich über drei Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss und steht auf jeweils zwei Flurstücken – ein Umstand, den der B-Plan zulässt, der aber aufgrund des befürchteten massiven Anblicks der Gebäude auf starke Kritik gestoßen war. Henrichs rief den Anwesenden ebenfalls die Probleme der Erschließung ins Gedächtnis, die Stadt hatte Sorge, dass die vorhandenen Abwasserleitungen dem vollständigen Projekt nicht standhalten würden. Im Sommer vergangenen Jahres lag schließlich die Baugenehmigung auf dem Tisch, seitdem werden – bis zur endgültigen Klärung des Abwasserproblems – keine weiteren Genehmigungen für den Bereich der Nordmole erteilt. Für das erste „Bollwark“-Gebäude habe man derweil im vergangenen September erste Käufer beurkunden können, sagte Henrichs. Und: „Die Interessenten, die wir vorher hatten, sind alle abgesprungen.“ Der Baubeginn folgte im Oktober. „Und jetzt“, schloss Henrichs, „freue ich mich sehr, dass wir nun Richtfest feiern können.“ Diesem Satz schwang erhebliche Erleichterung mit, und der Touristikexperte gab sich auch keine große Mühe, dies zu verheimlichen. Um den zweiten Bauabschnitt anzugehen, sind derweil noch Verhandlungen zum Thema Erschließung nötig – und das war der Moment, in dem sich Jochen Tell zum ersten Mal zu Wort meldete: „Uns ist etwas eingefallen“, rief der Investor über die Köpfe seiner Gäste hinweg, immerhin sollen im vierten Bauabschnitt auch noch Dinge wie Freizeitbereich, Sauna und Hallenbad verwirklicht werden.

Mit Nicole und Andreas Böhlecke kümmern sich im „Bollwark“ Eheleute um Gästebetreuung und Verwaltung der Wohnungen, die bereits auf langjährige Erfahrung zurückblicken können. Und Andreas Böhlecke formulierte seine feste Überzeugung: „Das Resort ist eine Riesenchance für Kappeln. Die Stadt als solche bleibt erhalten, wie sie ist, die Touristen verdrängen die Einheimischen nicht, wie das in anderen Orten schon passiert ist. Das Resort ergänzt die Stadt.“ Und das „Bollwark“ will das Angebot im Resort ergänzen. Projektleiter Theo Mensing vom Bremer Bauunternehmen Kathmann führte auf die Schnelle durch den Rohbau, der sieben Wohnungen pro Geschoss, außerdem eine Tiefgarage, Fahrstuhl, Waschküche für alle Bewohner und zwei Heizungsanlagen (Pellet- und Gasbrennwerttechnik) vorweisen wird. Jede Wohnung verfügt über mindestens ein Schlaf-, ein Wohnzimmer, Bad, Küche, Abstellraum. Das Treppenhaus wird verglast, die Wohnungen selber haben bodentiefe Fenster.

Vor dem Gebäude stand Jochen Tell und nahm ein Richtfest-Geschenk entgegen. Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker hatte ihm einen Spaten mitgebracht – und eine Hoffnung. „Wir wünschen uns, dass am Ende alle gut von Ihrem Projekt haben – Sie und die Stadt gleichermaßen.“ Tell selber hatte zu diesem Zeitpunkt seine eigene Gewissheit schon längst ausgesprochen. „Diese Region“, hatte er gesagt, „ist ein Geschenk“. Daran ändert auch das bisschen Wind nichts.

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erstellt am 20.Jun.2017 | 11:55 Uhr

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