Gelting : Ferienhof soll erweitert werden

Der Hof gilt seit vielen Jahren als kleines Paradies für Kinder.
Der Hof gilt seit vielen Jahren als kleines Paradies für Kinder.

Henning und Maike Thomsen aus Stenderup planen den Bau von zwei weiteren Häusern und einer Reithalle, um die Saison zu verlängern.

shz.de von
26. Januar 2015, 07:30 Uhr

„Erholung für die ganze Familie“, so lautet das Motto des Landwirts Henning Thomsen und seiner Frau Maike auf ihrem Ferienhof im Geltinger Ortsteil Stenderup. Seit Jahren hat sich ihr besonderes Konzept für den Urlaub auf dem Bauernhof bewährt. Sie bieten ihren Gästen komfortable Zimmer mit insgesamt 65 Betten, den dazugehörigen Service und Vollpension. In den Ställen – und im Sommer nur auf der Weide – warten 15 Großpferde und 30 Ponys auf Freizeitreiter. Der Ferienhof Thomsen gilt seit Langem als ein kleines Paradies für Kinder. Ein Strohboden zum Toben, ein Streichelzoo samt Vogelvoliere, ein Fußballfeld und ein Angebot zum Dreirad- und Rollerfahren lassen die Herzen der Kids höher schlagen.

Senior Hans-Nicolaus Thomsen hätte es sich 1976 kaum träumen lassen, dass sich nach der ersten Zimmervermietung auf dem Hof mit der Zeit eine solche betriebswirtschaftliche neue Kraft entwickeln würde. Sein Sohn Henning bewirtschaftet weiterhin 32 Hektar Land, baut Weizen, Raps und Mais an und erntet auf einem Drittel dieser Fläche Grünfutter für die Tiere. Tourismus und Landwirtschaft bilden die beiden Eckpfeiler dieses Vorzeigebetriebs, in dem fünf Mitarbeiter fest angestellt sind.

Die Eigentümer haben jedoch entschieden, sich nicht auf den bisherigen Lorbeeren auszuruhen. Ihr Ziel heißt Saisonverlängerung. Deshalb planen sie in einem mehrjährigen Programm drei Neubauten auf ihrer 35.000 Quadratmeter großen Hoffläche. Im Einzelnen sollen eine 70 mal 50 Meter große Reithalle entstehen, ein weiteres Appartementhaus mit sechs Zimmern (à fünf Betten) und ein kleineres Gästehaus mit zwei Komfortwohnungen. Ein weiterer Pferdestall wird – im Gegensatz zur Ursprungsplanung – nicht benötigt.

Diplom-Ingenieur Frank Matthiesen vom Albersdorfer Architekten-Büro „Sass und Kollegen“ hat bereits den Geltinger Mandatsträgern diese Erweiterungspläne vorgestellt, denn die Kommune muss den Genehmigungsbehörden ihr grundsätzliches Einverständnis signalisieren und einen Aufstellungsbeschluss fassen. Eine Änderung des Geltinger Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes sind erforderlich.

Schon heute steht fest: Dort, wo gebaut wird, verlangen die Behörden eine Umwandlung von Agrarfläche in ein Sondergebiet Tourismus. Die Gebäude dürfen die Höhengrenze von 9,14 Metern nicht überschreiten. Die Knicks auf 2500 Quadratmetern Fläche bleiben unversehrt erhalten. Die Erschließung des Baugeländes wird laut Matthiesen über die Stenderuper Dorfstraße – nicht über die auf der anderen Seite angrenzende B  199 – erfolgen. Gutachten zur Umweltverträglichkeit, Stellungnahmen öffentlicher Träger und eine öffentliche Präsentation der Planunterlagen – dies alles steht noch bevor.

„Wir rechnen mit der Genehmigung der Baureife im November“, so Matthiesen. Henning Thomsen merkt an: „Der Ursprung für die gesamte Planung geht auf das Jahr 1999 zurück, als eine Hofscheune abbrannte. Wir wollen diese Fläche mit in unser Bauvorhaben einbeziehen.“

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