zur Navigation springen
Schlei-Bote

13. Dezember 2017 | 05:11 Uhr

Ferienhäuser für Wackerballig

vom

Urenkel des legendären Geltinger Fischers und Rettungsmanns "Jens Füerschipp" will in der Nähe des Yachtclubs bauen

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

GELTING | Der Ortsteil Wackerballig an der Geltinger Bucht soll touristisch weiterentwickelt werden. Dies ist das erklärte Ziel der Gemeindevertretung. Allerdings stößt eine Bebauung in der bauleitplanerisch als "Sondergebiet für Fremdenverkehr" eingestuften Ortschaft auf enge Grenzen, zumal die letzten freien Flächen in Wassernähe unmittelbar an ein Landschaftsschutzgebiet heranreichen. Ein zweites Hindernis besteht darin, dass Neubauten wegen der Hochwassergefahr nur ab 3,50 Meter über Normal Null ihren Hauseingang haben dürfen. In niedrigen Grundstücksbereichen müssten folglich von den Behörden Aufschüttungen genehmigt werden.

In einer Bürgerinformation erläuterten kürzlich der Geltinger Bürgermeister Uwe Linde sowie der Grundstückseigentümer Florian Lorenzen (29), unterstützt von seinem Planungsbüro, nun dennoch Einzelheiten zu einem privaten Vorhaben, das den Bau von vier Ferienhäusern beinhaltet. Zwischen der historischen Fischerkate und dem Gelände des Geltinger Yachtclubs befindet sich eine Freifläche von rund 3000 Quadratmetern, die erschlossen werden soll. Der in Hamburg ansässige und bei der Lufthansa beschäftigte Florian Lorenzen, ein Urenkel des legendären Fischers und Rettungsmanns "Jens Füerschipp" (Originalname: Jens Friedrich Lorenzen), möchte mit seinem Projekt zu einer baulichen Abrundung des Ortsbildes in Wackerballig beitragen. Übrigens: Den Namen Jens Füerschipp trägt seit 1993 das in Gelting-Mole stationierte Boot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie eine Nebenstraße am Parkplatz in Wackerballig.

Nicht nur im Sinne des Bürgermeisters wäre es, wenn innerhalb der Neubauten jeweils auch Bereiche für Erstwohnsitzler verfügbar wären. Damit würde Wackerballig nicht in Gefahr geraten, in den Wintermonaten "einsam und verlassen" zu wirken. Doch für den Bau von Einfamilienhäusern gibt es - zum Leidwesen der Alteingesessenen - laut Landesplanung in dem kleinen Ferienort keine Chance.

Was das Lorenzen-Projekt betrifft, so geht der dafür erforderliche Entwurf des Bebauungsplans Nummer 18 auf den langen Weg durch die Instanzen und damit zu den öffentlichen Trägern.

Im zweiten Teil der jüngsten Bürgerbeteiligung stand das Baugebiet Mühlenfeld III im Fokus. Dort, an der Kreisstraße nach Rabenholz, sollen 19 Baugrundstücke erschlossen werden. Auf rund zwei Hektar werden die Gebäude beiderseits einer Erschließungsstraße angelegt. Im Frühjahr 2014 will die TEG Albersdorf (Träger- und Vermarktungsgesellschaft) die Erdarbeiten in Auftrag geben. Die Grundstücksgröße liegt zwischen 600 und knapp 900 Quadratmetern, der Kaufpreis ist in lukrativer Randlage mit 85 Euro und im übrigen Bereich mit 49 Euro je Quadratmeter kalkuliert. Die Kommune steigt teilweise für die Erschließung in die Vorfinanzierung ein, doch, so Linde, "kommen wir im Endeffekt mit null Zuschuss dabei weg".

Fünf Reservierungen hat der Bürgermeister schon in den Akten. Er hofft, dass sich vor allem junge Familien im dritten Mühlenfeld ansiedeln, zumal diesbezüglich ein Rabatt von zwei Euro pro Kind (unter 16 Jahren) und pro Quadratmeter kommunalpolitisch zugesagt worden ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen