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Nieby : Feriendorf: „Hier wird in die Zukunft investiert“

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Geltinger Wirtschaft ist vom Sandkoppel-Projekt überzeugt. Ortstermin mit Investorin Marion Essing.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2016 | 11:15 Uhr

Marion Essing kennt kein Erbarmen mit dem hinter ihr marschierenden Tross aus Vertretern Geltinger Unternehmen. Forsch umrundet sie die baulichen Hinterlassenschaften in Form eines riesigen geschredderten Bauschutthaufens, durchquert geschobenes Erdreich und beendet ihren Marsch am Zaun, der einst die Kaserne Sandkoppel einschloss und den direkten Blick auf Wasserflächen und kleine Inseln der Geltinger Birk frei gibt. Von der einstigen Kasernenanlage mit Wohngebäuden, Fahrzeughallen und Funktionsgebäuden ist nichts mehr zu sehen.

Es verlangt den Mitgliedern des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Gelting einige Vorstellungskraft ab, dass hier möglichst schnell ein Feriendorf der Extra-Klasse entstehen soll. Marion Essing, die gemeinsam mit ihrem Mann Norbert als Investor tätig ist, hat nicht nur bei einem gemeinsamen Spaziergang an der Birk dieses seit 25 Jahren verlassene Bundeswehrgelände als idealen Ort zum Urlaub machen, zum Relaxen in einer intakten Natur entdeckt. Die Essings waren sich natürlich auch der Herausforderungen bewusst. Etliche Tourismusprojekte in der Region sind am Widerstand verschiedener Initiativen gescheitert.

„Wir haben natürlich mit Widerstand gerechnet“, sagt Marion Essing vor den versammelten Geltinger Unternehmern und bekennt, dass solch ein Projekt nur mit großer Leidenschaft umzusetzen sei. Die Planung umfasst 41 mit Reet gedeckte Ferienhäuser unterschiedlicher Größe und Ausstattung. „Wir haben das Projekt für eine anspruchsvolle Kundschaft entwickelt“, unterstreicht die gelernte Architektin und berichtet von einer hochwertigen Einrichtung mit eigener Sauna, abgestimmten Farben und viel Bezug zur Natur sowie einmaliger Umgebung.

Da das Gelände zwölf Meter zur Ostsee abfällt, besteht für alle Häuser eine Sichtachse zur Ostsee und Birk. „Wir waren und sind uns der besonderen Sensibilität hinsichtlich der Nähe zur Natur bewusst und wünschen uns sanften, respektvollen Tourismus“, betont Marion Essing und fügt hinzu, dass man jetzt bereits sehr viel Geld, Zeit und viele Gespräche investiere. Das Feriendorf werde sich gut in die Natur integrieren und damit beweisen, dass Naturschutz, Natur erleben und positive Effekte für die Region keine Gegensätze sein müssten.

30  000 Übernachtungen im Jahr werden angestrebt. Damit würden 3,5 Millionen Euro in die Region gespült. HGV-Vize Heinrich Nissen sieht durch das Projekt Ostseeferiendorf Geltinger Birk eine große touristische Chance für die Region. „Wir werden hier neue anspruchsvolle Gäste begrüßen können“, prophezeit Nissen und sieht die Wirtschaft der Region in der Pflicht, sich auf diese Gäste einzustellen. Regionale Unternehmen würden ihre Angebote ausweiten, denn das Feriendorf werde auch zur Saisonverlängerung beitragen. Der Handels- und Gewerbeverein Geltinger Bucht unterstützt das Projekt vollumfänglich. „Hier wird in die Zukunft investiert“, freut sich Nissen.

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