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Bildungspolitikerin auf Angeln-Visite : Familienzentrum mit Vorbildfunktion

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag, Anke Erdmann (Grüne), lobt die soziale Arbeit in Süderbrarup und Kappeln.

Total begeistert war Anke Erdmann, Landtagsabgeordnete der Grünen/Bündnis  90 und Vorsitzende des Bildungsausschusses, vom Zusammenspiel der Kindertagesstätten, der Förderschule und des Familienzentrums. „Süderbrarup ist ein Ort der Möglichmacher und Netzwerker“, sagte sie am Ende ihrer Visite in Süderbrarup und Kappeln.

Diese begann mit einem Unterrichtsbesuch in der „Schule am Markt“ (Förderzentrum G), der von Schulleiterin Marianne Puzich und Silke Sörensen, Leiterin der mobilen Heilpädagogik, begleitet wurde. Es folgte ein Abstecher nach Kappeln mit einem Besuch der InGE-Klasse beim Berufsbildungszentrum (BBZ). Die Abkürzung InGE steht dabei für „Inklusion mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung“. „Eine Förderschule, die an einer beruflichen Schule ihre Jugendlichen zur Schule gehen lässt und so viel in die Praxis gehen lässt, wie gewünscht, hat mich beeindruckt“, sagte Erdmann in ihrem Fazit.

Zurück in Süderbrarup führten Annedore Rönnau, Leiterin der heilpädagogischen Tagesstätte sowie des Familienzentrums, und Ramona Corinth, Leiterin der ADS-Kindertagesstätte, durch ihre Einrichtungen. „So wie das Familienzentrum hier aufgestellt ist, ist es wirklich top“, meinte Erdmann – zwei Kitas unter einem Dach zusammen mit einer Familienberatungsstelle. Hier würden Ideen produziert, wie es gehen kann – Sachen, die man sich auf Landesebene so gut gar nicht ausdenken könne. Die Unterstützung käme zu den Familien und diese müssten nicht die Unterstützerangebote suchen. „Da hat Süderbrarup eine Vorreiterrolle“, lobte sie.

Bei einem späteren „Runden Tisch“, zu dem auch noch Ernst-Otto Löwenstrom und Peter Rodewald als Geschäftsführer der beteiligten Institutionen sowie Volker Boldt, Vorsitzender des Süderbraruper Sozialausschusses, dazu kamen, hatte die Vorsitzende des Bildungsausschusses offene Ohren für deren Sorgen. „Beim Thema Inklusion muss noch etwas passieren“, meinte Rönnau. Da liefe noch zu wenig. Aber das müsse von unten wachsen. Das fand Erdmanns Gehör: „Ein Konzept dafür gibt es nicht von der Stange“, gab sie zu. Das müsse von den Institutionen getragen werden. Viele Leute kämen da zu unterschiedlichen guten Lösungen. Diesen Gedanken vertiefte Löwenstrom: „Wir brauchen Beweglichkeit in der Gestaltung, mehr Luft zum Atmen und möglichst wenig Regulierung“, forderte er. Und Rodewald ergänzte: „Die Kinder müssen ohne großen formalen Aufwand zwischen den Institutionen wechseln können.“ Das würde vermutlich nicht einmal teurer werden.

Neben diesen Überlegungen versprach Erdmann, die Ideen einer Berücksichtigung der Inklusion beim Bau von Schulzentren und die Teilhabemöglichkeiten von behinderten Kindern im U  3-Bereich nach Kiel mitzunehmen. Für die Methode der Zusammenarbeit der sozialen Verbände und Institutionen definierte sie den „Süderbraruper Ansatz“: „Wir legen einfach los!“


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