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Eckernförde : Europa-Gedanke steht hoch im Kurs

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

162 Teilnehmer sind bei der regionalen Auswahlsitzung des Europäischen Jugendparlaments in der Eckernförder Waldorfschule dabei.

Junge Menschen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen zu motivieren, den Europa-Gedanken zu stärken, Demokratie hautnah erfahrbar zu machen – das sind die Ziele des Europäischen Jugendparlaments. Zurzeit findet die regionale Auswahlsitzung für Norddeutschland erstmals in Eckernförde statt. 162 junge Erwachsene sind in der Waldorfschule zusammengekommen, um in verschiedenen Ausschüssen zu aktuellen Themen zu debattieren und abschließend eine Resolution zu verfassen, die sie ab heute Nachmittag in einer parlamentarischen Vollversammlung im Kieler Landtag zur Diskussion stellen.

Die ausgewählten Schuldelegationen kommen aus Berlin, Göttingen, Detmold, Hamburg, Oranienburg, Schwerin, Ahaus und Eckernförde. Eine der Teilnehmer ist Elly Daus. Für die 19-Jährige ist es die erste Veranstaltung dieser Art, Politik lag ihr bisher eher fern. „Ich habe Lust, mich politisch weiterzubilden und neue Erfahrungen zu machen“, erklärt die Waldorfschülerin. Das gilt auch für Lukas Mitja Eliah Terlau. Durch das Zusammenkommen verschiedener Menschen aus unterschiedlichen Regionen hofft der 18-Jährige auf neue Kontakte und gute Gespräche. „Außerdem erhält man einen Eindruck von der Problematik, die politische Fragestellungen enthalten“, so der Waldorfschüler. Anna Barkemeyer, Pressesprecherin des Europäischen Jugendparlaments, betont: „Gegenseitiges Vertrauen, gemeinsame Motivation und problemlösungsorientiertes Arbeiten sind die Grundlagen für ein erfolgreich arbeitendes Team.“

Zusätzlich zu den ausgewählten Schuldelegationen nimmt eine Delegation aus Gardanne (Frankreich) und Turku (Finnland) teil. Auch aus Österreich sind Teilnehmer angereist. So stammt die Sitzungspräsidentin der parlamentarischen Vollversammlung, Lia Pachler, aus Österreich. In neun Ausschüssen erarbeiten die Teilnehmer Resolutionen zu aktuellen Themen, wie Klimawandel, Industrie, Nachhaltigkeit und Energie, Internationaler Markt und Verbraucherschutz, sowie Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. Vier erfahrene Vereinsmitglieder bewerten die Delegationen. Die drei besten Teams nehmen im Juni an der bundesweiten Auswahlsitzung in Lübeck teil. Von dort aus geht es für die beiden besten Delegationen im Oktober nach Laax (Schweiz) und im Frühjahr 2017 nach Trondheim (Norwegen).

Die Idee des Europäischen Jugendparlaments stammt aus Frankreich, wo eine Lehrerin 1986 erstmals eine Versammlung mit einer englischen Schule veranstaltete. Vor 25 Jahren wurde in Deutschland der Verein „Europäisches Jugendparlament“ gegründet. Mittlerweile finden Auswahlsitzungen und internationale Foren in ganz Europa statt. So hat Bjarne Astor, Mitglied des Eckernförder Organisationsteams und ehemaliger Delegierter der Eckernförder Jungmannschule, bereits an einer Sitzung in Rumänien teilgenommen.

Der Europa-Gedanke, Gemeinsamkeit, Politik – das Interesse am Europäischen Jugendparlament ist groß. Barkemeyer sagt: „Allein im vergangenen Jahr haben 30.000 junge Erwachsene aus 40 Nationen an Versammlungen teilgenommen.“ Das Europäische Jugendparlament bietet Jugendlichen Möglichkeiten, bei sich Potenziale zu entdecken und Kompetenzen zu erwerben – und das wird auch von der Politik geschätzt. So haben Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, Dr. Claudia Dogedan, Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2016 und Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. So ging es gestern Abend auf einer Rallye durch das Osteebad.

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erstellt am 02.Apr.2016 | 13:00 Uhr

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