Interkommunales Gewerbegebiet Nordschwansen : Es bleibt noch viel zu tun

Rot markiert ist die Fläche, auf dem das Gewerbegebiet auf Schwansener Seite entstehen soll.
Rot markiert ist die Fläche, auf dem das Gewerbegebiet auf Schwansener Seite entstehen soll.

Helmut Andresen wird als Vorsitzender des Zwecksverbands für das Interkommunale Gewerbegebiet bestätigt.

shz.de von
10. Juli 2018, 07:00 Uhr

Die Entwicklung des Interkommunalen Gewerbegebietes Nordschwansen geht langsam, aber planmäßig voran. Diesen Eindruck durfte mitnehmen, wer an der konstituierenden Sitzung des Zweckverbands teilgenommen hatte, die zweite ihrer Art in diesem Jahr. Erst im Januar hatte sich der Verband überhaupt gegründet und im März erstmals konstituiert, nach der Kommunalwahl war dieser Schritt nun erneut fällig. Das Gremium, dessen personelle Zusammensetzung sich seitdem wenig verändert hat, blieb bei der Besetzung der Spitzenpositionen aber bei den Namen, für die es sich bereits von ein paar Monaten ausgesprochen hatte.

Alter und neuer Verbandsvorsteher ist also Helmut Andresen (Bürgermeister von Grödersby), ihn wählten die anwesenden Verbandsmitglieder einstimmig. Sein erster Stellvertreter bleibt Frank Göbel (Bürgermeister von Dörphof). Zwar hatte Kappelns amtierender Bürgermeister Sven Becker den Rabeler Bürgermeister Stefan Meyer für diesen Posten vorgeschlagen, Meyer verzichtete jedoch noch vor dem eigentlichen Wahlvorgang darauf. Er sagte: „In dieser Phase sollten wir das Team so zusammenlassen wie es sich gerade gefunden hat.“ Andresens zweiter Stellvertreter ist weiterhin der Kappelner Stadtvertreter Thomas Grohmann.

Helmut Andresen selbst berichtete gemeinsam mit Ulrich Bendlin, im Kappelner Rathaus zuständig für das Gewerbegebiet, über die Ereignisse, die sich seit März zugetragen hatten. Verbands-, Haushalts- und Entschädigungssatzung sind demnach vom Innenministerium genehmigt worden, die Verbandsgemeinden haben zudem alle ihre fällige Stammeinlage für den ersten Bauabschnitt gezahlt – neunmal gut 12.000 Euro für fünf Prozent, einmal 24.000 Euro für zehn Prozent (Grödersby) und einmal knapp 109.000 Euro für 45 Prozent (Kappeln). Einmal hat zudem der Vorstand getagt. Andresen: „Es ist wichtig, dass wir nicht gegen Förderrichtlinien verstoßen, daher sind wir auf die Hilfe der Wireg aus Flensburg und der Wirtschaftsförderung Rendsburg-Eckernförde angewiesen.“ Der Verbandsvorsteher bezog sich damit auf die vom Fördermittelreferat des Landes zugesagte 70-prozentige Förderquote, an die jedoch auch einige Bedingungen geknüpft sind. Michael Otten, Geschäftsführer der Wireg, nutzte auch gleich die Gelegenheit, um zu betonen: „Es ist vorgekommen, dass Fördermittel aufgrund von Fehlbelegungen zurückgefordert wurden.“ Nach den Worten Ulrich Bendlins ist etwa die Ansiedlung von Bauunternehmen förderschädlich, sein Kommentar dazu: „Man könnte aber politisch versuchen, da Einfluss zu nehmen.“

Weiterhin wies Helmut Andresen darauf hin, dass man den Kappelner Tischlermeister Matthias Mau ebenfalls zur Vorstandssitzung eingeladen hatte. „Der Kontakt zur aktiven Wirtschaft ist uns wichtig“, sagte Andresen. „So erfahren wir am ehesten, wo mögliche Probleme sitzen.“

Im Laufe des Jahres soll nun der Zweckverband tatsächlich Eigentümer des Grundstücks des künftigen Gewerbegebietes werden, zudem ist derzeit ein Jurist damit beschäftigt zu prüfen, welche Art von Vergabeverfahren für die anstehende Bauleit- und Erschließungsplanung erforderlich ist. Noch also steht jede Menge Theorie an bevor es in die Praxis geht.

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