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Stichwahl : Erste Bürgermeisterin für Glücksburg

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kristina Franke wird ab 2014 die Glücksburger Verwaltung als hauptamtliche Bürgermeisterin führen. Ihr Kontrahent Björn Goos unterlag mit 45,9 Prozent der Stimmen.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 13:02 Uhr

Die kleine Fördestadt Glücksburg hat ihre erste hauptamtliche Bürgermeisterin. 1327 Einwohner (54,1 Prozent) stimmten am vergangenen Sonntag für Kristina Franke und machten sie damit zur nächsten Amtschefin. 1127 Wähler (45,9 Prozent) hatten sich für Björn Goos ausgesprochen. Das Ergebnis fiel am Sonntag in der Stichwahl. Bei der ursprünglichen Wahl am 22. September waren die anderen Kandidatinnen Simone Kuhlmann und Sussi-Anne Ruppert mit deutlichem Abstand ausgeschieden.

„Ein wenig Mut und eine Portion Verrücktheit gehört dazu“, sagte die frisch gewählte Kristina Franke, die als Mitarbeiterin im Rechnungsprüfungsamt Flensburg und im kommunalen Prüfungsamt einen guten Einblick in den Haushalt und die Abläufe Glücksburgs hat. Franke übernimmt dort zum 1. Januar 2014 das Bürgermeisteramt und ist damit die erste hauptamtliche Bürgermeisterin Glücksburgs. Viele Gratulanten aus der Bevölkerung, aus Organisationen und Parteien beglückwünschten die Glücksburgerin, die früher einmal im Bauamt am Ort tätig war.

Auch von dem unterlegenen Kandidaten Björn Goos nahm sie Glückwünsche entgegen. Goos zeigte sich vom Wahlergebnis nicht überrascht. „Das Ergebnis war mir, schon bevor ich an den Start gegangen war, klar. Alles andere als ein klarer CDU-Sieg wäre in Glücksburg überraschend gewesen“, sagte er. Er nehme aber reiche Erfahrungen aus dem Wahlkampf mit. Der SPD-Ortsvorsitzende Michael Schulz zeigte sich ebenso wenig überrascht vom Wahlausgang: „Weil hier auch ein Besenstiel gewählt würde, wenn ihn die CDU unterstützte“, sagte er mit Blick auf die traditionelle politische Ausrichtung einer Mehrheit der Bevölkerung.

2489 von 5124 wahlberechtigten Glücksburgern beteiligten sich an der Stichwahl. 35 der abgegebenen Stimmen waren ungültig. Das endgültige Ergebnis gibt der Wahlausschuss am kommenden Freitag nach öffentlicher Sitzung bekannt.

Mit dem Wechsel zur Hauptamtlichkeit wird die Bürgermeisterin Wahlbeamtin der Stadt Glücksburg. Noch bis Jahresende steht Flensburgs Stadtrat John Witt als Glücksburgbeauftragter der Verwaltung vor. Die Mitarbeiter in Glücksburg bleiben Personal des Verwaltungspartners Flensburg. Veränderungen gibt es auch beim Vorsitz der Stadtvertretung beziehungsweise der politischen Vertretung nach außen. Diese Verantwortung trägt bisher die ehrenamtliche Bürgermeisterin Dagmar Jonas. Mit dem Wechsel wird diese Verantwortung, wie den Vorsitz der Stadtvertretung der künftige Bürgervorsteher übernehmen. Jonas hat ihr Interesse für dieses Amt bereits bekundet.

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