Kappeln : Erfolg auf allen Ebenen

Landestrainer und RVK-Vorsitzender Michael Schürmann mit seinem Team und den erfolgreichen Ruderathleten.
Landestrainer und RVK-Vorsitzender Michael Schürmann mit seinem Team und den erfolgreichen Ruderathleten.

Rudervereinigung des TSV Kappeln lud zur Siegesfeier ein. 30 617 gefahrene Mannschaftskilometer brachte das Jahr 2018.

shz.de von
26. November 2018, 17:40 Uhr

Es ist bei der Kappelner Rudervereinigung im TSV Kappeln (RVK) seit jeher Tradition, wenn die Winterpause ansteht, sich an die Erfolge der abgelaufenen Saison zu erinnern. Die Ruderer nennen das „Siegerehrung“. Und nicht nur die sportlichen Erfolge sind gewaltig – auch das Besucherinteresse. Landestrainer und RVK-Vorsitzender Michael Schürmann konnte im TSV-Sportheim weit über 100 Besucher begrüßen. Als Ehrengäste waren die TSV-Kappeln-Vorsitzende Dagmar Ungethüm-Ancker und der Vorsitzende der Seglervereinigung, Dieter Wattenberg, dabei. Seine Begrüßung nutzte Schürmann, um sich bei allen Sponsoren, Mitglieder, Eltern ungenannten Unterstützern und dem Vorstand zu bedanken.

30.617 gefahrene Mannschaftskilometer sind in diesem Jahr zusammen gekommen – plus 879 von Gästen. Das waren 2398 km mehr als im Vorjahr. Dafür ist die Zahl der Personen, die mehr als 50 Kilometer gerudert sind, von 72 auf 54 gesunken. Der Verein hat mit 112 Siegen die Erfolge vergangener Jahre bestätigt. Die aktivsten Einzelruderer wurden mit einem Bild geehrt. Bei den Kindern war Theo Henrici (967 Kilometer) vorn. Er gewann den Pokal. Auf den weiteren Plätzen folgten Jobst Kellinghusen (696) und Felix Henningsen (590). In der Handicapgruppe kam der Seriensieger Thomas Kleine-Uthmann mit 195 Kilometern diesmal deutlich vor Anita Geissler (75) und Thorsten Wulf (67) auf Platz 1. Den Rollsitz-Wanderpokal für den aktivsten Freizeitsportler gewann Bärbel Langner (1121 Kilometer) vor Anton Henrici (684) und Andrea Bartel (562).

In der offenen Wertung dominierten die Leistungsruderer deutlich. Allerdings lagen die drei Besten keine 100 Kilometer auseinander. Die größte Strecke (1881) hatte Till Schindelhauer geschafft. Er gewann vor Ole Bachus (1808) und Nils Stutz (1787).

Insgesamt haben die RVK-Ruderer mit Anita Geisler und Thomas Kleine-Uthmann zwei deutsche Meisterschaften auf dem Ergometer bei den Handicap-Ruderern gewonnen. Es gab zwei Norddeutsche Meisterinnen und vier Landesmeister auf dem Ergometer und 22 auf dem Wasser. Ulrike Sievers gewann bei der Deutschen Meisterschaft die Silbermedaille über 1000 Meter und die Bronzemedaille über 30 Minuten auf dem Ergometer. Hier kam Andrea Henrici auf Platz 2.

Und es gab auch noch je eine Gold- und Silbermedaille beim Baltic-Cup in Polen mit der U19-Nationalmannschaft. Insgesamt holten die Kappelner Ruderer 112 Regattasiege nach Hause. Spektakulär war der Achtersieg beim Rendsburger Kanal-Race beim „SH Netz-Cup“ im neuen Achter. Es war erstmals in 18 Jahren, dass nicht ein Lübecker Team siegte.

Der Preis „Sonntagsfahrer“ ging an Malte Zilkens. Der mehrfache Landesmeister in verschiedenen Altersklassen und Booten hatte es geschafft, bei der Einer-Landesmeisterschaft wenige Meter vor dem Ziel zu kentern. Das kostete den Sieg und die eine Landesmeisterschaft. Er erhielt unter viel Beifall die „Sonntagsfahrer-Mütze“.

Wie gut die Kappelner Ruderer eingestellt sind, belegt, dass neun im Landeskader und einer sogar im Bundeskader mittrainiert. Auch die Mehrfach-Landesmeisterschaften in unterschiedlichen Wettbewerben von Nils Stutz, Ole Bachus, Jan Malte Küster, Malte Zilkens, Till Schindelhauer, Christoph Pridik, Henning Otzen, Immanuel Amenu, Luka Jessen, Lara Fiona Hinz, Carlotta Kellinghusen, Johanna Hansen, und Lisa Krugmann sind ein Zeichen für die hohe Leistungsfähigkeit.

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