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Kappeln : Endspurt fürs Olpenitzer Gerätehaus

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der moderne Neubau der Ortswehr wird am 5. Dezember eingeweiht.

„Der Termin steht, die Einweihung kann kommen“, sagt der Olpenitzer Wehrführer Dirk Langenstein. Und das ist deswegen um so erfreulicher, weil der Zeitplan nach Ansicht etlicher Beteiligter schon eng gestrickt war. Im März erfolgte der Abriss des alten Olpenitzer Gerätehauses, und noch im gleichen Monat begann man mit den Erdarbeiten. Und weil später wegen der feuchten Witterung der Estrich sechs Wochen zum Trocknen gebraucht hatte, verlor man zusätzlich einen Monat. Doch das ist Vergangenheit.

Mittlerweile sieht das neue Feuerwehrgerätehaus in Olpenitzdorf von außen schon fertig aus, aber innen bringen die Handwerker letzte Wasserhähne an, und einige Malerarbeiten fallen auch noch an. Auch die Küche ist noch aufzubauen. Doch bis morgen soll alles fertig sein, dann steht die komplette Abnahme des Gebäudes an, und am Freitag kommt dann das neue Fahrzeug der Wehr. „Das ist dann ein weiteres Highlight für uns“, so Langenstein.

Auch Architekt Matthias Wohlenberg versichert: „Es ist alles im Plan.“ Wohlenberg hat das Gebäude im roten Stahl gehalten. „Durch die rote Farbe wird das Gebäude markant. Wir wollten ohnehin eine moderne Architektur als Kontrast zur Olpenitzer Dorfcharakteristik“, sagt der Architekt. Da das Gebäude modernste Technik beinhalte, solle das auch nach außen wirken. Zudem werde es im Ostseeresort Olpenitz auch etliche moderne Bauten geben.

Bei den Feuerwehrleuten stieß eben dieser moderne Bau wegen des dörflichen Umfeldes anfangs auf starke Vorbehalte, weiß Langenstein. „Doch mittlerweile sind die Kameraden hellauf begeistert“, sagt der Wehrführer. Einen Bau, der sich in das Dorfbild perfekt einpasst, kann sich Langenstein ohnehin schwer vorstellen. „Wir können ja als Feuerwehr da keinen Reetdachbau hinstellen“, so Langenstein.

Die Olpenitzer Feuerwehrleute haben bei ihrem neuen Zuhause nach Kräften selbst angepackt. „Das war gar nicht so einfach, weil die meisten wegen ihres Berufes nur am Wochenende helfen konnten“, sagt Langenstein. Doch den 170 Quadratmeter großen Hallenboden haben die Kameraden selbst gefliest und ebenso die Garderobenschränke und Haltestangen selbst angefertigt. Architekt Wohlenberg lobt die Zusammenarbeit, nennt sie „sehr gut und sehr professionell“. So haben die Feuerwehrmitglieder mit ihren Eigenleistungen die Kosten gesenkt. Der Kostenrahmen von 630.000 Euro, von denen etwa 180.000 Euro auf die Stadt entfallen, wird somit voraussichtlich eingehalten.

Die Ausstattung leidet unter den Eigenleistungen nicht. Das neue Gerätehaus ist zukunftsorientiert erbaut, das heißt, dass überall ein paar Prozent mehr gemacht worden sind, als es laut Vorschriften nötig ist. Die Torgrößen sind auf dem neuesten Stand und sollen laut Langenstein für die nächsten 50 Jahren reichen, sodass nicht, wie vor wenigen Jahren in Rabenholz, ein neues Feuerwehrfahrzeug nicht mehr ins alte Gebäude passt. Bei dem Bau hat man sich streng an die Vorschriften der Feuerwehr-Unfallkasse gehalten, sodass die Türen allesamt ein Mindesthöhe von 2,20 Meter haben. „So können die Kameraden mit dem Helm auf dem Kopf durch die Tür gehen, ohne sich den Kopf zu stoßen“, sagt der Ortswehrführer. Bürgermeister Heiko Traulsen freut sich, für die Olpenitzer Wehr, weil diese in der Vergangenheit eine Menge ausgehalten hätte. So wäre der Schulungsraum jahrelang gesperrt gewesen. „Nun bekommt die Wehr einen mehr als angemessenen Ersatz für das alte Meiereigebäude, und ich finde diese neuen Bau auch sehr schön“, so der Bürgermeister.

Nun stehen die Vorbereitungen für die Einweihung an, dazu gehören der Aufbau der Möbel und das Reinigen und Putzen des Gebäudes. Da kann es kurz vor Schluss noch mal stressig werden. Doch ist dies laut dem Ortswehrführer eher eine positive Energie: „Die Kameraden fiebern alle schon dem Einweihungstermin entgegen.“ Am 5. Dezember hat das Warten ein Ende, dann ist Einweihung.  

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erstellt am 24.Nov.2015 | 19:06 Uhr

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