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Ausbildungsmarkt : Endspurt bei Lehrstellen-Rallye

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Arbeitsagentur Flensburg bietet kurz vor Bewerbungsschluss eine besondere Aktion an: die „Woche der Ausbildung“.

von
erstellt am 07.Apr.2014 | 20:09 Uhr

1691 freie Ausbildungsstellen, 1853 Bewerber – das scheint ja fast zu passen. Da müssten doch fast alle Jugendlichen und Betriebe noch bis Anfang September zusammenkommen. „Die Zahlen liegen zwar nah zusammen, das sagt aber leider nicht viel darüber aus, ob am Ende Verträge herauskommen“, sagt Heike Döpke, Leiterin der Agentur für Arbeit in Flensburg. Schließlich haben beide Seiten so ihre Wünsche und Anforderungen. Deshalb hat die Agentur mit der „Woche der Ausbildung“ den Endspurt bei der Lehrstellen- und Lehrlingssuche eingeläutet.

Der Termin an dem alle Maßnahmen erklärt werden, fand gestern in der kleinen Kfz-Klinik von Holger Schönhoff in Großenwiehe statt. Der Grund dafür ist der 19-jährige Eric Schreyer, Auszubildender im ersten Lehrjahr. Als Kfz-Mechatroniker, sein großer Traum, fand er keine Stelle – und begann halbherzig eine Lehre als Metallbauer, die er noch in der Probezeit schmiss. Dann hörte er von Holger Schönhofs Kfz-Klinik und bewarb sich hartnäckig um ein Praktikum. Schon damals war der Ausbilder von dessen Hartnäckigkeit und Disziplin beeindruckt. Doch bevor es einen Ausbildungsvertrag gab, wollte Schönhoff den jungen Mann aber noch näher kennenlernen. Eric Schreyer arbeitete ein halbes Jahr lang als Praktikant in der so genannten Einstiegsqualifizierung. Die Agentur für Arbeit kommt für die Sozialversicherungsbeiträge auf und zahlt 216 Euro Vergütung monatlich. Eric Schreyer nutzt die Chance. Seit September ist er in Großenwiehe Auszubildender.

In der Woche der Ausbildung, die noch bis zum Freitag dauert, macht die Agentur für Arbeit vor allem drei Angebote mit dem Ziel noch möglichst viele Bewerber und Betriebe mit Ausbildungsverträgen zu versorgen. Da ist zunächst eine Hotline, auf der Arbeitgeber alle noch freien Stellen melden können. Zudem können sich Jugendliche in einer „Straße der Ausbildung“ in den Agenturen in Husum (heute) Kappeln (morgen, 8-15.30 Uhr), Flensburg (Donnerstag) und Niebüll (Freitag) über alle freien Stellen informieren. Dort sind jeweils alle freien Stellen an einer Art riesigem Schwarzen Brett dargestellt, Berater beantworten Fragen zur Tätigkeit. Der Termin in der Schleswiger Agentur war bereits gestern, am Tag der Presseveranstaltung.

Das dritte Angebot ist eine offene Sprechstunde für Jugendliche in den Niederlassungen der Agentur. Dort können bis einschließlich Freitag alle Fragen rund um die Ausbildung gestellt werden.

Eric Schreyer ist bereits einen Schritt weiter – und hat nach Einschätzung seines Ausbilders und der Arbeitsamts-Chefin alles richtig gemacht. Er hat vor allem hartnäckig Eigeninitiative gezeigt und im Praktikum durch Zuverlässigkeit und Einsatz bewiesen, dass er genau diesen Beruf lernen will. Sein Ausbilder Holger Schönhoff jedenfalls hat nichts auszusetzen. „Das passt“, sagt er. Und die kurze Aussage klingt wie ein großes Lob.

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