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Schlei-Bote

26. September 2017 | 20:29 Uhr

Kieholm : Eltern ringen um Erhalt der Schule

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

590 Unterschriften für den Erhalt der Grundschule Kieholm übergaben Eltern jetzt dem Amtsvorsteher Geltinger Bucht. Sie fordern zumindest ein Mitspracherecht bei einer Zusammenlegung.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 00:00 Uhr

Die Eltern und Freunde der Grundschule Kieholm setzen sich weiterhin vehement für den Erhalt der Bildungsstätte in der Gemeinde Hasselberg ein. Maike Franke, Sprecherin der Elterinitiative, übergab vor Beginn der jüngsten Versammlung des Amtsschulausschusses in Steinbergkirche an Amtsvorsteher Thomas Johannsen einen Aktenordner mit 590 Unterschriften. „Unterstützt haben uns auch viele Einwohner aus dem Geltinger und dem Kappelner Raum“, berichtete die Elternvertreterin.

Laut Begleittext verlangen die Unterzeichner von den Kommunalpolitikern ein Mitspracherecht bei der wohl irgendwann unausweichlichen Entscheidung über eine organisatorische Zusammenlegung mit der Georg-Asmussen-Grundschule in Gelting. Die für den Fortbestand von Grundschulen geltende Bestandsgarantie von 80 Schülern werde mittelfristig allerdings nur schwer in Kieholm erreichbar bleiben, räumte die Sprecherin nach der Sitzung ein. „Es muss etwas passieren“, sagte sie.

Zuvor hatte Amtsvorsteher Johannsen in seinem Verwaltungsbericht erläutert, dass es unlängst in Anwesenheit von Schulrätin Gabriele Wiese Gespräche über die organisatorische Verbindungen von Grundschulen unter Einbeziehung der Eltern und Lehrer gegeben habe. Öffentlich ausgetragene Streitereien um Schulstandorte „machen es nicht einfacher, eine einvernehmliche Lösung zu finden“, so der Ausschussvorsitzende.

Dass es die als Zuhörer anwesenden Kieholmer Elternvertreter unterließen, den Mitgliedern des Ausschusses während der Einwohnerfragezeit ihre Forderungen nachdrücklich zu erläutern, kam einer verpassten Chance gleich. Die Leiter der vier Grundschulen und der Gemeinschaftsschule „Geltinger Bucht“ in Sterup sagten zur Entwicklung der Schülerzahlen im nächsten Schuljahr eine teilweise günstigere Prognose voraus – und das trotz der Unkenrufe über den demografischen Wandel.

Beispiel Grundschule Sterup: Sie verzeichnet nach den Sommerferien rund 125 Lernende, sieben mehr als derzeit. Die Geltinger Schule klettert voraussichtlich von 80 auf 84 Schüler, die Schule in Steinbergkirche rechnet sogar mit einem Anstieg von 82 auf 92. Kieholm rutscht hingegen knapp unter die 80er-Grenze. In der Gemeinschaftsschule Sterup ist mit einem moderaten Rückgang zu rechnen: von 345 auf 320 Schüler. Vielfältige Angebote zeugen von der Lebendigkeit dieser Stätten, die auch mit den örtlichen Kindergärten eng kooperieren. Die Georg-Asmussen-Schule stellt sich in diesem Jahr sogar dem Wettbewerb „Die beste Schule des Jahres in Schleswig-Holstein“.

Über die „bewegte Sozialarbeit an der Geltinger Bucht“ informierten die Beauftragten Anette Ebsen und Matthias Pose. Sie steuern alle fünf Schulen an, betätigen sich mit einem eigenen Handlungsfeld im Rahmen der Jugendhilfe und betreuen einzelne Kinder und Gruppen, stehen als Berater zur Verfügung und sorgen mit für eine Vernetzung der sozialen Dienste in ihrem Einsatzgebiet.

Zu den vom Schulausschuss gefassten Beschlüssen zählten die energetische Sanierung samt Umbauten eines überdachten Gangs zwischen dem Schulgebäude Kieholm und dem evangelischen Kindergarten für 56.000 Euro, die Erneuerung der Dachbinder in der Sporthalle Sterup für 40.000 Euro sowie die Sanierung des Flachdachs der Geltinger Schule für rund 10.000 Euro. Aus Kostengründen wurden weitere Anträge auf das Jahr 2015 verschoben. Bürgermeister Jörg Theet-Meints aus Rabenholz stieß mit seinem Vorschlag zur Erarbeitung eines amtsweiten Schulentwicklungsplanes auf ein positives Echo.



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