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Kindergarten Ulsnis : Eltern haben die Nase voll

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Kindergarten Ulsnis leidet an chronischer Unterbesetzung. Erziehungsberechtigte fordern eine Lösung bis zu den Sommerferien.

Mit Trillerpfeifen, Rasseln, Schellen, Trommeln und Trompeten zogen etwa 30 Kinder aus dem Kindergarten Ulsnis vor das Amtshaus von Süderbrarup. Gemeinsam mit Eltern und Großeltern protestierten sie gegen die ungenügende Zahl von Betreuungskräften in ihrem Kindergarten.

„Aufgrund ausfallender Fachkräfte durch Krankheit, Schwangerschaft, und Überlastung ist die individuelle Betreuung und Fürsorge für unsere Kinder leider schon seit längerer Zeit nicht mehr gegeben“, sagte Kristin Klein, Sprecherin des Elternbeirats. Es sei sogar noch viel drastischer. Die Mitarbeiter stünden seit fast drei Wochen teilweise ganz allein in den Gruppen da, die eine Stärke von 20 bis 25 Kindern hätten, so Klein. Das Amt Süderbrarup hat zurzeit nur einen sogenannten Springer – das ist ein Mitarbeiter, der im Notfall in einer der fünf Kindertagesstätten aushelfen kann. Dieser Springer arbeitet im Augenblick ausschließlich im Kindergarten Süderbrarup, da auch dort ein hoher Bedarf vorhanden sei.

In Sprechchören skandierten die Eltern „Verlässliche Vertretung! Setzt euch in Bewegung! Stopp! Macht euren Job!“ Diese Forderungen nach zeitnaher Verbesserung der Verhältnisse übergaben sie auch schriftlich an Karl Jürgen Peters, den Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses im Kita-Zweckverband Süderbrarup.

Darin wird eine Lösung für die drastische Unterbesetzung und eine realistische Zahl von Springern für das Amt Süderbrarup noch vor den Sommerferien gefordert. Denn sonst müsse eine Kindergartengruppe geschlossen werden.

„Wir arbeiten bereits an diesem Problem“, erklärte Karl Jürgen Peters. Am bevorstehenden Montag gebe es eine Zusammenkunft mit dem Kindertagesstättenwerk, das für diese Stellenbesetzung zuständig sei. Er selbst werde sich mit aller Kraft dafür einsetzen, die Forderungen der besorgten Eltern zu erfüllen.

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