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Schlei-Bote

22. Oktober 2017 | 21:56 Uhr

Ellenberger Siedler stehen vor Fusion

vom

Gemeinschaft findet keinen Vorstand / Zusammenschluss mit Dothmarkern geplant

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kappeln | Die im März 1955 gegründete Siedlergemeinschaft Ellenberg hatte zu ihrer besten Zeit über 180 Mitglieder. Das war 1995. Heute ist die Mitgliederzahl auf 75 gesunken. Und die Siedlergemeinschaft hat ein ernstes Problem: Sie ist in ihrer Eigenständigkeit gefährdet. Seit mittlerweile fünf Jahren agiert sie ohne Vorstand. Seitdem wird sie kommissarisch vom Kreisverband geführt in Person von Dietmar Dollase. Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung der Ellenberger Siedler im vergangenen März konnte erneut kein Vorstand gefunden werden. Außerdem waren ohnehin nur sechs Mitglieder anwesend. Daher wurde die Sitzung einvernehmlich auf den April vertagt - in der Hoffnung, dann die Wahlen erfolgreich abwickeln zu können.

Zur Fortführung der Versammlung konnte Dollase immerhin zwölf stimmberechtigte Mitglieder unter den 16 Anwesenden begrüßen. Das sah er als gutes Omen an. Denn schließlich ging es um die Frage: "Weiterführung der Siedlergemeinschaft" oder "Fusion mit einer anderen Gemeinschaft"? Und nach der Begrüßung ging dann alles sehr schnell. Ein Vorsitzender fand sich nicht, der Punkt "Wahlen" war damit beendet. Die Frage der der möglichen Zukunft der Siedlergemeinschaft beantwortete Dietmar Dollase danach gleich selbst. Er habe mit dem Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft Dothmark-Kappeln, Rainer Kloth, bereits über einen Zusammenschluss gesprochen. Er stehe dieser Frage aufgeschlossen gegenüber. Dollase betonte allerdings, dass auch eine Fusion mit anderen Siedlergemeinschaften möglich wäre.

Grundsätzlich sahen die Anwesenden eine Fusion mit den Dothmarker Siedlern als gute Lösung, möchten in der neuen Gemeinschaft aber ihre Individualität behalten. Frauengruppenleiterin Gertrud Jürgensen machte das an einem Beispiel deutlich: "Die Dothmarker Frauen arbeiten anders als wir. Sie gehen ins Lokal, um Kaffee und Kuchen zu genießen. Wir backen selbst und sind dadurch sparsamer." Kreisfrauenreferentin Ingrid Jaeckel beruhigte: "Ellenberg behält eine eigene Frauengruppe." Dass das tatsächlich und auch ohne Satzungsänderungen möglich sei, bekräftigte Dollase. Auch für eine Fusion beider Siedlergemeinschaften sei keine Satzungsänderung nötig, denn nur der Landesverband sei ein eingetragener Verein. Alle Siedlergemeinschaften sind Untergruppen dieses einen Vereins.

Nachdem Einigkeit in Sachen Fusion mit den Dothmarker Siedlern per Abstimmung erzielt worden war, wird nun der Kreisverband "Verband Wohneigentum" aktiv werden. Zunächst soll mit dem Vorstand der Siedlergemeinschaft Dothmark-Kappeln gesprochen werden. Danach werden Vertreter beider Siedlergemeinschaften über die Fusion verhandeln. Als Ellenberger Vertreter für dieses Gespräch wurden der bisherige zweite Vorsitzende Johannes Laedke, die Frauengruppenleiterin Gertrud Jürgensen und Anneliese Jürgen ausgewählt. Zu diesem Gespräch - vielleicht werden es auch mehrere - wird Kreisvorsitzender Dollase einladen. Er machte aber auch deutlich: "Wir haben damit keine Eile."

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