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Herbst in Kappeln : Eintauchen ins Blättermeer

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Laubbläser und Kehrmaschine sind bei den Bauhofmitarbeitern in diesen Wochen fast täglich im Einsatz.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 07:00 Uhr

Kappeln | Bunte Blätter überall – der eine denkt bei fallendem Laub in vielen warmen Farbtönen an einen erholsamen Herbstspaziergang im Wald. Für den anderen bedeutet das Blättermeer eine Menge Arbeit: Die Mitarbeiter des Kappelner Bauhofs sind derzeit zwei bis drei Mal pro Woche unterwegs, um Gehwege, Straßen und Grünflächen möglichst laubfrei zu halten.

„Hast du den Puster?“ – Werner Andersen und Sonny Roesler laden die Laubbläser ein und steigen in den Transporter. Jan Johannsen springt auf die Kehrmaschine. Auf geht’s zum Zob, wo die jungen Ahornbäume im Moment Blätter lassen. Seit zwei Wochen etwa sind Erwin Petersen, einer der beiden Bauhofleiter, und sein Team im „Laubeinsatz“. „Kastanien und Pappeln sind fast durch“, berichtet er. Im Moment sei Ahorn an der Tagesordnung, an anderen Bäumen, wie Rot- und Weißdorn, sind fast alle Blätter noch grün. „Das hängt immer auch von den Temperaturen ab“, so Petersen weiter. „Bisher war es ja noch ziemlich mild. Aber eine ordentliche Frostnacht oder ein schön starker Sturm – das würde schon etwas bringen.“ Bei dem Wetter, das momentan herrscht – verhältnismäßig hohe Temperaturen und höchstens Mal ein laues Lüftchen – werden die Bauhofmitarbeiter auch in den nächsten Wochen noch gut mit dem Laub zu tun haben.

Für die Arbeit selbst spielt das Wetter allerdings keine Rolle. Da ist es egal, ob es windet und die Blätter fliegen oder es regnet und das Laub am Boden klebt. Andersen und Roesler pusten sie mit dem Laubbläser von der Grünfläche oder dem engen Bürgersteig dahin, wo Johannsen sie mit der Kehrmaschine aufnehmen kann. „Die Maschine haben wir neu“, sagt Petersen. Sie sei zwar gebraucht, aber besser als der Geräteträger, den sie vorher für diese Arbeiten hatten. „Die schafft deutlich mehr.“

Der Zob, der Hohlweg, die Kirchstraße mit ihren Linden und der Gehweg in der Wassermühlenstraße, in der Kurve gegenüber dem griechischem Restaurant – das sind die Stellen, die Petersen und Johannsen spontan einfallen. „Da müssen wir regelmäßig hin.“ Es kommt auch schon mal vor, dass Bürger anrufen und Bescheid sagen, wo gerade besonders viel Laub liegt. Das finden die Bauhofmitarbeiter auch in Ordnung. „Klar, wir sind dankbar für den Tipp. Wenn irgendwo etwas los ist, sollen die Leute ruhig anrufen“, sagt Petersen. Nicht in Ordnung finden sie dagegen, wenn Bürger die Gehwege und Rinnsteine vor ihren Grundstücken reinigen und das Laub und ihre Grünabfälle auf die städtischen Flächen oder in Gräben werfen. „Es sind manchmal Riesenhaufen“, sagt der Bauhofleiter. Das gehöre in den eigenen Kompost oder für wenig Geld auf den ASF Recyclinghof in der Flensburger Straße. Und wer nicht sicher sei, was genau zu tun ist, könne die Satzung über Straßenreinigung im Internet oder direkt im Rathaus einsehen, so Petersen weiter.

Die Bauhofmitarbeiter bringen das gesammelte Laub zur Zwischenlagerung auf einen alten Sportplatz in Loitmark. Dort holt es die Verwertungsfirma Brückner ab. „Da kommen einige Kubikmeter Laub zusammen“, sagt Jan Johannsen. „Insgesamt sind das übers Jahr gesehen sicher sechs bis acht Kubikmeter an Grünabfällen“, stimmt Erwin Petersen ihm zu.

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