Dr. Wolfgang Nödl : Einsatz für die Ärmsten der Armen

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Seit 1997 ist Dr. Wolfgang Nödl als „German Doctor“ in den ärmsten Ländern der Welt unterwegs – freiwillig und unbezahlt. Er ist einer von fünf Kandidaten für die Wahl zum „Menschen des Jahres 2013“ des Schlei Boten.

shz.de von
13. November 2013, 10:47 Uhr

Philippinen, Indien, Bangladesch – was für die meisten Menschen exotische Urlaubsorte sind, bedeutet für Dr. Wolfgang Nödl Arbeit. Freiwillige und unbezahlte Arbeit. Mit dem Projekt „German Doctors“ ist er bereits seit 1997 in den ärmsten Ländern der Welt unterwegs, meist für mehrere Wochen und versorgt dort Menschen, die sich einen Arztbesuch unter normalen Umständen gar nicht leisten können. Weil er bis 2008 noch in der eigenen Praxis tätig war, nahm er Urlaub, um seine ganz eigene Form der Entwicklungshilfe leisten zu können. Freizeit und Erholung erlebt der Grödersbyer indes keine, wenn er etwa unter freiem Himmel auf den Philippinen seine Sprechstunde abhält – aber, so nennt er es, „das Gefühl einer inneren Bereicherung“. Nödl ist dankbar für das Vertrauen, das ihm die Einheimischen schenken und er zahlt es mit großem Einsatz zurück. Dazu gehört auch die „Rolling Clinic“, mit der der 70-Jährige weit zu den Patienten ins Land hinein fährt. Oder Schulprojekte, die es Kindern ärmster Familien ermöglichen, lesen und schreiben zu lernen. Schon Mitte Dezember sitzt Wolfgang Nödl wieder im Flieger nach Kalkutta, um dort einen kinderärztlichen Notdienst zu unterstützen. Und in Kappeln gibt es übrigens gleich mehrere von seinem Schlag: Auch Michael von Hobe, Matthias Gloge und Horst Lauenstein waren schon als „German Doctors“ unterwegs, genauso wie die bereits verstorbene Renate Below. Dieses Engagement scheint also – wider der ärztlichen Natur – glücklicherweise ansteckend zu sein.

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