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Schlei-Bote

18. Oktober 2017 | 01:11 Uhr

Karby : Einigung im Hundesteuer-Streit

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Karby muss im kommenden Jahr nicht auf die Einnahmen aus der Haltung der Vierbeiner verzichten.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2015 | 08:00 Uhr

Der erste Schritt in Bezug auf eine neue Hundesteuersatzung in der Gemeinde Karby ist gemacht. Konnte noch in der Oktobersitzung der Gemeindevertretung keine Einigung zwischen den Fraktionen erzielt werden, stellte der örtliche Finanzausschuss in seiner Sitzung unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden, Karlheinz Hauser, am Montagabend die Weichen.

Ohne jegliche Diskussionen, die es noch im Oktober gegeben hatte, beschlossen die Mitglieder des Fachgremiums einstimmig, der Gemeindevertretung den Erlass der neuen Hundesteuersatzung ab Januar 2016 zu empfehlen. Der vorherige Streitpunkt, Paragraf 6, Absatz 1 d – Steuerermäßigung für Hunde, mit denen der Halter eine theoretische und praktische Sachkundeprüfung abgelegt hat – bleibt demnach in der vorliegenden Form in der Satzung bestehen. Diese Steuerermäßigung war noch in der vorherigen Finanzausschusssitzung abgelehnt worden. Dem für gefährliche Hunde in der Satzung empfohlenen achtfachen Steuersatz stimmten die Ausschussmitglieder nicht zu. Das Gremium votierte für den vierfachen Steuersatz für gefährliche Hunde.

Wie Karbys Bürgermeister Klaus-Dieter Möse (SPD) erklärte, sei dieses nun einstimmige Votum durch intensive Gespräche im Vorfeld möglich geworden. „Wir haben uns noch einmal zusammengesetzt und miteinander gesprochen“, so der Bürgermeister.

Eine Erhöhung der Hundesteuern sieht die neue Satzung nicht vor. Zurzeit zahlen Hundebesitzer in Karby für den ersten Hund 60 Euro im Monat, für den zweiten 70 Euro und für jeden weiteren Hund 80 Euro. 48 Vierbeiner sind nach Auskunft der Amtsverwaltung als erste Hunde in der Gemeinde gemeldet, vier Zweithunde gibt es in Karby. Die Hundesteuer beschert der Gemeinde jährliche Einnahmen von rund 3300 Euro. Der Erlass einer neuen Satzung war nötig geworden, da die alte nach 20 Jahren ausläuft.

Für die Hundebesitzer ändert sich die Zahlungsmodalität, da die Steuer ab 2016 als Jahressteuer festgesetzt wird. Bislang war eine vierteljährliche Zahlung möglich. Künftig wird sie zum 15. Mai eines jeden Jahres fällig. Das letzte Wort hat die Gemeindevertretung auf ihrer Dezember-Sitzung.

Vor Eintritt in die Tagesordnung informierte Bürgermeister Möse die Ausschussmitglieder über die aktuelle Flüchtlingssituation im Amtsbereich, wie sie im Rahmen der jüngsten Amtsausschusssitzung (wir berichteten) dargestellt wurde. Die Gemeinde erkläre sich bereit, die Arbeit des Willkommenskreises zu unterstützen, so Möse. Entsprechende Gespräche mit den Bürgermeisterkollegen stünden noch aus.

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