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Workshop auf dem Scheersberg : Eine Jazzband aus lauter Talenten

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nach gerade einmal vier Tagen präsentierten sich 18 junge Musik-Talente derart eingespielt, dass sie als gemeinsame Jazzband auftreten konnten.

Die jungen Schlagzeuger waren mit sieben „Players“ angerückt. Doch unter den 18 Jugendlichen in der Altersgruppe zwischen acht und 14 Jahren, die zum Jazz-Workshop auf den Scheersberg gekommen waren, gab es eine Vielfalt von anderen Instrumenten, darunter Flöte und Klarinette, Trompete und Geige. Projektleiter Fynn Großmann aus Hannover, selbst versierter Saxofonist und Oboist, schaffte mit seinem Team das schier für unmöglich Gehaltene: Er schmiedete in nur vier Tagen aus dieser heterogenen Gemeinschaft eine Band „auf Zeit“ zusammen und führte seine Schützlinge mit acht eigenen Arrangements bis zur Konzertreife.

Jazz und Swing, Latin und Funk standen auf dem Arbeitsprogramm. Mit Feuereifer gingen die Teilnehmer zu Werke. Die Freude am instrumentalen Zusammenspiel vor dem ersten öffentlichen Auftritt ihres Lebens stand allen ins Gesicht geschrieben. Stark vertreten waren die „Young Players“ aus Angeln. Der elfjährige Claas Hauke Kapelski aus Böel gehörte mit seinem Fagott nach zweijähriger Ausbildung schon zu den Fortgeschrittenen. „Das Instrument gehört der Satruper Musikschule, aber ich darf es auch mit nach Hause nehmen“, berichtete er. „Ich stehe jetzt kurz vor der Aufnahme in die Big Band des Satruper Gymnasiums.“

Der gleichaltrige Robinson Krüger aus Oersberg, Mitglied einer kleinen Klassenband an der Freien Waldorfschule in Flensburg, hatte seinen in einem Musikhaus geleasten Kontrabass mitgebracht. Damit setzte er nun in der Scheersberger Band rhythmische Akzente. Und mit einem Solo glänzte die Jung-Saxofonistin Christine Petersen (11) aus Gelting. Sie, Schülerin des Kappelner Klaus-Harms-Gymnasiums, wurde in der Geltinger Musikschule ausgebildet. Inzwischen ist sie sogar Mitglied des Geltinger Blasorchesters.

Fynn Großmann und seine Mitstreiter Jonas Siewertsen (Pianist) und Lennart Bendixen (Schlagzeuger) gingen mit musikpädagogischem Feingefühl an die Werkstattarbeit. Neben Informationen über die einzelnen Musikstile im Jazz befassten sie sich in Einzelgesprächen mit den Jugendlichen über deren Stärken und (noch erkennbaren) Schwächen im Beherrschen der Instrumente. Beispiel die Schlagzeuger: Statt wild auf die Trommeln „draufzuhauen“, galt es, sich „sanft“ anzupassen und auf die Mitspieler zu achten. Das Motto dabei lautete: „Alle müssen voneinander lernen.“

Der Scheersberger Organisationsleiter Heinz Otto Scharfenort stellte klar, dass diese außerschulische Musikarbeit, einzigartig in Schleswig-Holstein, nur dank der finanziellen Unterstützung des Lions-Clubs Flensburg-Schiffbrücke, der Kinder- und Jugendhilfe Schleswig-Flensburg und der Nospa-Jugendstiftung ermöglicht worden sei. Nicht nur er träumt davon, dass sich auf dem Scheersberg eine fest verankerte Jugendband etabliert, denn an Nachwuchstalenten mangelt es ja nicht.

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erstellt am 07.Okt.2013 | 12:30 Uhr

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