Kappeln : Eine faire Lebensphilosophie

Vorsitzende Petra Heide (li.) und ihre Stellvertreterin Eva Mertens (r.) bedanken sich bei Uta Janbeck mit einem Geschenk.
Vorsitzende Petra Heide (li.) und ihre Stellvertreterin Eva Mertens (r.) bedanken sich bei Uta Janbeck mit einem Geschenk.

Nachhaltigkeit im Tourismus: Uta Jahnbeck aus Gelting berichtet den Kappelner Landfrauen.

shz.de von
06. November 2018, 16:03 Uhr

Einen spannenden Vortrag, der zugleich die Biografie und Lebensphilosophie der Unternehmerin Uta Janbeck widerspiegelte, erlebten die knapp 50 anwesenden Landfrauen auf ihrem Montagstreff in der „Alten Eule“. Die beiden Vorsitzenden Petra Heide und Eva Mertens hatten Uta Janbeck dazu eingeladen, um etwas über „Janbeck’s Fairhaus“ erfahren. Seit zwölf Jahren betreiben Uta Janbeck und Ehemann Stephan das Projekt in Lehbek in der Gemeinde Gelting. Und sie haben in den Jahren aus dem ehemaligen Bauernhaus ein Café mit 60 Plätzen und ein Hotel mit 21 Betten gemacht. Das Alleinstellungsmerkmal, das im Begriff „Fairhaus“ steckt, erklärte Uta Janbeck so: „F steht für fröhlich und fein, A für ambitioniert und anders, I für interessant und interessierend und R für Region und ressourcenschonend.“ Diese vier Buchstaben sollen auch ihre unternehmerische Maxime verdeutlichen.

Wer klimaneutral übernachten will, für den könnte Lehbek die richtige Adresse sein. „Ein Bio-Hotel“ ist es nicht“, erklärte Uta Janbeck, aber: „Wir sind Viabono zertifiziert.“ Die Viabono GmbH wurde 2001 auf Initiative des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes und diverser Spitzenverbände mit dem Ziel gegründet, den Nachhaltigen Tourismus in Deutschland zu fördern. Dem Haus wird mit der Zertifizierung bestätigt, dass ressourcenschonend gearbeitet wird. Schon beim Bauen wurde daran gedacht, dass dies klimaneutral geschieht. Auch die Landesregierung hat dies erkannt und „Janbeck’s Fairhaus“ beim Nachhaltigkeitspreis 2017 mit dem ersten Platz belohnt.

Die Betreiber nutzen Solarenergie und Photovoltaik als Stromerzeuger. Das Wasser wird mehrfach genutzt, ermöglicht durch eine vollbiologische Kläranlage mit Wasseraufbereitung. Auf die Verwendung von Plastik verzichtet man weitgehend. Für Personal und Gäste stehen vier Elektroautos zur Verfügung. Auch die Ladestationen sind vorhanden, ausgestattet mit Öko-Strom. „Man muss schon ein bisschen verrückt sein, all das zu machen“, sagte Uta Janbeck. Aber Arbeit hat das Ehepaar nie gescheut. Noch heute machen sie und ihr Team alles selbst. „Und immer wieder bestätigen uns die Gäste, dass bei uns viel gelacht wird“, schloss Jahnbek ihren Vortrag. Ehe sie mit einem Geschenk verabschiedet wurde, stand sie den Landfrauen noch für Fragen zur Verfügung.

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