Kappeln : Eine Blühwiese vor der Haustür

Noch ist alles nur grün. Das soll sich aber, wenn es nach Hülya und Friedrich Hellmanns geht, bald ändern.
Noch ist alles nur grün. Das soll sich aber, wenn es nach Hülya und Friedrich Hellmanns geht, bald ändern.

Lüttfelder Anwohner wollen eine Bienenweide auf einem 150 Quadratmeter großem Grünstreifen anlegen.

shz.de von
16. August 2018, 07:00 Uhr

In der Stadt sind bereits erste Spuren zu erkennen: Der Bauhof hat damit begonnen, die politisch beschlossenen Blühstreifen anzulegen. Und auch auf privater Ebene tut sich etwas. Friedrich Hellmanns jedenfalls findet: „Man muss nicht alles auf die Stadt abwälzen, sondern kann auch mal Eigeninitiative ergreifen.“ In seinem Fall bedeutet das, die Idee seiner Frau Hülya mitzutragen.

Hülya Hellmanns nämlich ist es leid, dass der Grünstreifen nahe ihrer Haustür in der Espenisstraße in Lüttfeld als Hundetoilette gebraucht wird. Und um das Nützliche mit dem Praktischen zu verbinden, hat sie sich überlegt, eben diese 150 Quadratmetern in eine Bienenweide zu verwandeln. Auf diese Weise sollen Insekten und Vögel davon profitieren und die Hundebesitzer ganz nebenbei animiert werden, ihre Vierbeiner an anderer Stelle auszuführen. „Wir fangen mit dem Naturschutz vor der eigenen Tür an“, sagt die Lüttfelderin, die sich der Unterstützung des Bauamtes und des Bauhofes bereits sicher ist. So werden die Mitarbeiter des Bauhofs demnächst die Grasnarbe abtragen und frische Erde aufbringen – „und dann“, sagt Hülya Hellmanns, „bin ich dran“.

Im Idealfall aber möchte sie die Sache nicht allein in die Hand nehmen. Ein örtlicher Blumenhändler hat ihr bereits zugesagt, Pflanzen zu spenden, und sie hofft auf weitere Unterstützer aus der Nachbarschaft. Auf Menschen, die aktiv mit anpacken – am besten auch in den Folgejahren –, und solche, die ebenfalls Pflanzen oder Saat spendieren. Und weil es in erster Linie darum geht nektarreiche und mehrjährige Blühpflanzen zu setzen, nennt sie ein paar Beispiele: Lavendel, Kornblume, Kamille, Ringelblume, Aster, Buschwindröschen, Malve, Lupine, Mohn. „Ich habe selbst kiloweise Saat, die ich zur Verfügung stelle“, sagt Hülya Hellmanns – und blickt ein bisschen bewundernd in Richtung Olpenitzdorf. „Die Olpenitzer Gemeinschaft ist ein super Beispiel, die schaffen viel zusammen“, sagt sie. „Warum sollte das in Lüttfeld nicht auch klappen?“

Wer sich, in welcher Form auch immer, beteiligen möchte, kann sich bei Hülya Hellmanns unter huelyaw@yahoo.de melden.

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