Havetoft : Einbruch in Kindergarten

Zum Glück wurde  nicht mehr beschädigt: Kindergartenleiterin Birte Krambeck an einem der aufgebrochenen Schreibtische.
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Zum Glück wurde nicht mehr beschädigt: Kindergartenleiterin Birte Krambeck an einem der aufgebrochenen Schreibtische.

Im ADS-Kindergarten Havetoft wurden Bargeld und zwei Kameras entwendet. Die Polizei ermittelt wegen schweren Diebstahls.

shz.de von
17. Oktober 2013, 14:00 Uhr

Am vergangenen Wochenende zwischen Freitagmittag und Montagmorgen verschafften sich ein oder mehrere Täter Zutritt zum ADS-Kindergarten in Havetoft. Sie brachen Schranktüren auf und stahlen zwei Kameras sowie ungefähr 100 Euro Bargeld. „Wir haben noch Glück gehabt“, sagte Kindergartenleiterin Birte Krambeck. Denn die Einbrecher hätten keinen großen Schaden angerichtet. Auch treffe den Kindergarten vor allem der Verlust der Kameras, auf deren Speicher sich noch die Entwicklungsfotos der vergangenen drei Monate befunden hätten. Die wären jetzt wohl endgültig verloren.

„Die Ängste der Kinder waren geringer als beim Einbruch vor zwei Jahren“, so Krambeck. Deshalb habe man den Einbruch diesmal nicht ausdrücklich thematisiert, sondern nur bei Nachfragen der Kinder, darüber gesprochen. „Ich finde es gemein, das einfach zu klauen“, sagte ein Steppke im Vorschulalter. Aber gleichzeitig fand er es auch spannend, mit den anderen Kindern im Haus auf Spurensuche zu gehen.

Und die Spuren sind mehrdeutig. So konnten weder Polizei noch Kindergartendetektive bisher Zeichen gewaltsamen Eindringens erkennen. Lediglich ein geöffnetes – aber unbeschädigtes – Fenster wurde gefunden. Doch der Fußabdruck auf der Fensterbank deutet eher an, dass der oder die Täter das Haus dort wieder verlassen haben.

„Für mich ist das unverständlich“, fasste Bürgermeister Peter Hermann Petersen seine und die Meinung seiner Bürger und der Kindergarteneltern zusammen. „Wer bricht schon in einen Kindergarten ein, in dem nichts zu holen ist, aber eine Menge beschädigt werden kann, was mit viel Geld und Liebe aufgebaut wurde?“

Die Beamten der Polizeistation Satrup, die den Vorgang untersuchen, leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Diebstahls ein. Doch bisher sind noch keine Ergebnisse bekannt. „Wir werten die sichergestellten Indizien und Fußspuren aus und überwachen unter anderem das Internet, ob die gestohlenen Gegenstände dort angeboten werden“, erklärte Polizeisprecher Matthias Glamann von der Polizeidirektion Flensburg, der auch um Mithilfe aus der Bevölkerung bittet. Wer in der betreffenden Zeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet habe, solle sich bei der Bezirkskriminalstation unter Tel. 0 461 / 48 40 melden.


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